154.

Wie Ochsenfurt sein Wappen erhielt.

Als einst ein vornehmer Herr in Ochsenfurt einfuhr, stand am Thore ein Ochs, der gerade seinen Koth fallen ließ. Hierüber erzürnt, ließ der Herr das Thier der Breite nach mitten entzwei hauen, und veranlaßte dadurch, daß die Vorderhälfte eines Ochsen das Wappen der Stadt wurde.

155.

Der Radstein.

Ein Bamberger Wagner war die Wette eingegangen: er wolle vom Aufgange bis zum Untergange der Sonne einen Baum fällen, daraus ein Rad ohne Reif machen und es noch bis Würzburg rollen. Schon hatte er mit dem so gefertigten Rade das Kloster Ebrach zurückgelegt, aber zwischen diesem und Breitbach fiel er vor Erschöpfung nieder und starb, während das Rad noch eine Strecke allein fortrollte und dann zersprang. An der Stelle, wo der Wagner umgefallen, steht ein Stein mit einem ausgehauenen Rade, welcher der Radstein genannt wird.


Berichtigungen.

Hauptwerk.

SeiteVI(im Inhaltsverzeichniß) Zeile 1 von unten lese man Sonnabends, statt Sonntags.
S.15Z.18 vonobenlesemanruchtbar, statt ruchbar.
334 Kuchenacker, statt Kuchengarten.
748 unt.d'Mauren, statt Mauren.
1475u. 6.v.u.Mariabild, statt Vesperbild.
15512 vonobenSchaubhut, statt (des provinziellen) Schabhut.
17412u. 13v.o.Burgstadel, statt Platz des Burgstadels.
1936 vonunt.Namen, statt Nachen.
2297 Schaubhut, statt Schabhut.
2416 obenBeherbergung, statt Beherbung.
2422 unt.Gold, statt Geld.
3511 obenLeuten, statt Leute.
37319u. 20v.o.das Michelskirchlein auf der Höhe, das zuerst gebaut wurde, statt: das Michelskirchlein, das auf der Höhe zuerst gebaut wurde.