hij is zeer schoon van spraaken,

hij quam al uit zijns vaders rijk,

hij wilde mij ontschaaken.

Schoon maget, is uw lief zoo schoon

en alzoo hoog geprezen,

al waar hij uit des hemels troon,

hij en mogt niet beter wezen.

Schon frühzeitig muss das ursprüngliche Lied eine völlige Umdichtung im Volke erfahren haben. Eine solche scheint mir denn auch die unter den Liedern des Tonis Harmansz (Tennis Harmsen) van Wervershoef vorkommende, denn schwerlich hat sie ihn zum Verfasser, sie wäre sonst durchweg gereimt und nicht in so volkstümlicher Sprache (s. die Proben im Konst- en Letterbode 1850. bl. 138. 139. Modernisiert in Alberdingk Thijm, Oude en Nieuwere Kerstliederen 1852. Nr. 133; die dazugefügte Melodie nach verschiedenen mündlichen und schriftlichen Mittheilungen; sonst ist als Mel. angegeben: Een boerman had een dochterken, oder: O Holland schoon). Aus diesem Texte scheinen die vlämischen der großen Offenen Blätter bei C. van Paemel in Gent (gedruckt bei Willems Nr. 130.) und bei Josephus Thys in Antwerpen Nr. 22. (s. Mone Übersicht S. 229.) hervorgegangen zu sein.

Mein Text ist der schon früher Hor. belg. 2, 55–66 aus Le Jeune Volkszangen bl. 147–157 mitgetheilte; diesmal habe ich Str. 19, 5–8 eine bessere Lesart aufgenommen u. die frühern Strophen 27, 28 und 31 weggelassen, wodurch das Ganze eher gewonnen als verloren hat.

Unabhängig von den niederländischen Texten ist der deutsche nach einem alten Fl. Bl. im Wunderhorn 1, 15–17, fünfzehn vierzeilige Strophen. Neben diesem einfachen u. gewiss ursprünglichen Texte sind noch zwei ausführlichere vorhanden, einer von 17 achtzeiligen Strophen aus der Klosterneuburger Hs. Nr. 1228 (16. Jahrh.) in Mone’s Anzeiger 8, 331. ff. und danach bei Uhland Volksl. Nr. 331; und ein zweiter von 27 achtzeil. Strophen in Corner’s Groß Catholisch Gesangbuch, Fürth 1625. Nr. 293, wiederholt in Aurbacher’s Anthologie deutscher kathol. Gesänge 1831. Nr. 100.