daer om, lief, en begheeft mi niet!
In der Burgundischen Bibliothek zu Brussel sind drei Liederbücher mit Musik vorhanden, welche einst Margareta von Oestreich († 1530) besaß. Es sind lauter französische Lieder, darunter nur ein hochdeutsches und ein niederländisches. Weil Margarete diese Lieder sammeln und zierlich schreiben ließ, berechtigt noch nicht, sie auch für Verfasserin derselben zu halten, wie bisher geschieht, s. Belgisch Museum 1, 198. Das obige Lied ist aus einer solchen Sammlung entlehnt, findet sich aber auch in einer Hs. zu Kamerijk (Willems Nr. 161.) u. Doornik (Mone’s Anzeiger 5, 352.) und gewiss auch noch anderswo. Willems hat im Belgisch Museum 1, 204. ein Facsimile davon gegeben, aber trotzdem in seinen Volksl. Nr. 15. den Text der Musik zu Liebe völlig verändert.
Hs. 3. ontvanghen (omvanghen, in den andern Texten: bevanghen).
¶ Nr. 97.
Keine Ruh bei Tag und Nacht.
Ghequetst ben ic van binnen,
doorwont mijn hert so seer,
van uwer ganscher minnen
ghequetst so lanc so meer.