zondag zullen wij te gast gaan.
Holländisch: Scheltema’s Sammlung, Anf. des 18. Jahrhunderts. Das bistou (bist du) weist auf Deutschland hin, und da findet sich denn auch dasselbe Lied in anderen Fassungen, es lässt sich schon am Anfange des 16. Jahrhunderts nachweisen.
Es ist ein Spottlied auf die Umzüge der Geistlichen. Zu gewissen Zeiten, zu Neujahr, am Drei-Königs-Tage oder um die Fastnacht, pflegte der Kirchherr in Begleitung seines Küsters, wie es in Norddeutschland noch vor 50 Jahren (“Pastor sammelt”) üblich war, von Haus zu Haus seine Gefälle einzusammeln. Die bestanden dann meist in Lebensmitteln, u. da gab es Brot, Eier, Käse, Speck, Schinken, Würste, allerlei Geflügel, auch wol Wein.
Der älteste Text, freilich nur unvollständig, lautet nach einer Aufzeichnung zu Anfange des 16. Jahrhunderts (Magdalenen-Bibl. zu Breslau):
Knecht Ruprecht, was wollen wir sagen oder singen?
die pauren die wollen uns nichts mer bringen.
Herr, die pauren die haben sichs wol bedacht,
sie haben uns ein gute ente gebracht.
ein ente ein quater,
ein han . . . . . . ,