Abb. 133. Hausmusik. Aus „Fürs Haus“. 1858. (Zu [Seite 74].)
Richter verstand es wie wenige Künstler, dem kleinen und engen Erdendasein Schönheit abzugewinnen und es in künstlerisch-schöner Form wiederzugeben; ihm war ein Hüttchen am blumigen Hang unter Obstbäumen mit dem stillen Getriebe seiner Bewohner der Darstellung wert; er verstand es, uns solch ein einfaches Motiv sympathisch ans Herz zu legen, solche einfache Vorwürfe in der ihm eigenen Art in Form und Farbe und immer mit entsprechender reizvoller und liebenswürdiger Staffage belebt, künstlerisch beseelt zu verklären. — Seinen Schülern gegenüber war unser Meister sehr teilnehmend und ermunternd. Seine Schule trägt ein ganz bestimmtes Gepräge; die Zeichnungen seiner Schüler haben einen ganz bestimmten Typus. Leicht mit der Feder gezeichnet oder leicht mit Farben angehaucht, angetönt, haben sie etwas von der Innigkeit des Meisters in der treuen Wiedergabe der Natur, je nach der individuellen Veranlagung, wie das ja selbstverständlich ist; auch in der Art der Staffage ist ein gewisser Schnitt unverkennbar. Es geht ein liebenswürdiger Zug durch alle Arbeiten aus seiner Schule.
Abb. 134. Auf der Wiese. Aus „Fürs Haus“. 1859. (Zu [Seite 74].)
Abb. 135. Wanderschaft. Aus „Fürs Haus“. 1859. (Zu [Seite 75].)
Abb. 136. Hänsel und Gretel. Aus „Fürs Haus“. 1860. (Zu [Seite 75].)
Abb. 137. Am Rhein, am Rhein, da wachsen unsre Reben. Aus „Fürs Haus“. 1861. (Zu [Seite 75].)