»Teurer Wasserläufer, in tausend Jahren könnte ich dir deinen liebenswürdigen Dienst nicht vergessen. Nenne mir doch die Ordnung, der du zugehörst.«
»Ich gehöre zur vornehmen Ordnung der Schnabelkerfe und Halbdecker. Wir Wasserläufer bilden eine eigene Familie, wie auch die Rückenschwimmer.«
»Wohlan, gesegnet seien alle Wasserläufer. Begegnest du aber dem Rückenschwimmer, so sage ihm, daß es eine Ungezogenheit ist, wie er ahnungslose Reisende, die sich ihm anvertrauen, behandelt!«
Der Wasserläufer lächelte still vor sich hin, drehte sich elegant um und entfernte sich in langen, raschen Schritten vom Ufer. Max folgte mit feuchten Blicken dem schattenhaften Wesen, dessen dünne Beine lautlos über die Fläche glitten. Als längst nichts mehr von ihm zu sehen war, blickte Max einsam um sich und rief in großer Niedergeschlagenheit aus:
»Was nun!«
27. Bei den Hummeln.
Was sollte nun der arme Verbannte beginnen so ganz allein, bei dunkler Nacht, verlassen auf unbekannter Erde? Er kannte die Richtung seines Weges nicht, er wußte nicht einmal, ob er nach seiner Seefahrt auch tatsächlich an jener Küste gelandet war, die er erreichen wollte, oder ob er gar wieder dahin zurückgekommen war, von wo er sich eingeschifft hatte.
»Könnte ich wenigstens einen Unterschlupf zum Übernachten finden«, seufzte Max.
Lange suchte er die Umgebung ab. Endlich fand er auf einem Hügelchen ein Loch und schlüpfte ganz leise hinein. Dabei tastete er sich vorsichtig mit den Fühlern voran und hielt für alle Fälle seine Zangen bereit.