Max, der das Lied vorzüglich verstand, näherte sich und sagte mit einschmeichelnder Stimme:

»Ich bin ein armes, kleines Insektlein, welches bei den Herrschaften für diese Nacht um Aufnahme bittet.«

Da wiederholte ein einzelner Geiger den letzten Satz:

»Brüderlein fein, tritt herein! Rumpidibum!«

Unser Verbannter trat mit ausgestreckten Fühlern ein. Die Bewohner kamen ihm in derselben Haltung entgegen. Sie betrachteten ihn genau mit ihren Fühlern, um ihn kennenzulernen, und offenbar fanden sie an dem Fremdling nichts auszusetzen, denn dieselbe Stimme, die ihn eingeladen hatte einzutreten, redete ihn an:

»Ruhe bei uns aus, wie es dir gefällt, und fürchte nichts. Das gastliche Haus der Hummeln birgt keinen Verrat!«

Max dankte tief bewegt. Er kroch in ein Winkelchen und streckte mit Wonne die armen, müden Glieder aus, die so viel geleistet hatten.

Während der Nacht konnte unser Held verschiedene Konzerte von Baßgeigen hören. Er bemerkte auch, daß die Bewohner der Höhle stets mit schweren Schritten hin und her gingen und dabei unablässig brummten.