»Ei, woher denn?«
»Aus Mexiko.«
Max glaubte, die Ameisen wollten ihn zum besten haben, und schon wollte er entsprechend erwidern, als eine sagte:
»Schwestern, macht weiter, es ist Zeit zur Heimkehr, die Sonne kommt!«
Die fremden Ameisen trotteten ihres Weges. Langsam schleppten sie sich mit ihren dicken, gelben Bäuchen vorwärts, und unser Freund folgte ihnen ohne Bedenken, er hätte gar nicht anders gekonnt; erstens wollte er zu gern Näheres über sie erfahren, und dann wußte er im Augenblick nichts Besseres anzufangen. Langsam erkletterte er mit den Gelben eine Anhöhe, auf deren Gipfel sich ein kleiner, sandiger Erdhaufen erhob, wahrscheinlich ihr Nest. Und richtig standen am Eingange des Sandhügels drei Ameisen Wache, doch waren diese schlank und ohne jenen unförmigen Bauch.
Die Wachen begrüßten die Ankommenden mit freundlichem Zuruf:
»Willkommen, Schwestern! Wie seid ihr schwerbeladen!«
Sogleich bemerkten sie auch Max, der heimlich hinter ihnen herschlich, und riefen ihn scharf an:
»Wer ist der Fremde? Woher kommt er? Ausweis zeigen!«
Max trat sofort offen vor, grüßte militärisch die drei Schildwachen und sagte würdig: