Sie befanden sich auf dem Rande eines trichterförmigen Loches, auf dessen Grunde der arme Dickkopf vergeblich kämpfte, gepackt von den riesigen Zangen eines furchtbaren Tieres, das den Unglücklichen aussaugte und dazwischen hin und wieder ausrief:

»Hm, die schmeckt fein!«

»Ein Ameisenlöwe!« stammelte Großzang zitternd.

»Ameisenlöwe!« wiederholte Max, und er erinnerte sich seines Abenteuers mit dem libellenähnlichen Insekt. – »Ah, nun verstehe ich dessen Worte! Ich sah das vollkommene Insekt, und hier unten sehe ich die Larve. Also deshalb wünschte mein damaliger Gefährte seinen Kindern, sie sollten vielen Ameisen begegnen, die so gut sind wie ich!«

Das Scheusal saugte unterdes sein Opfer aus und warf dann die Hülle über seinen Sandtrichter hinaus. Als ob es auf Maxens Betrachtungen antworten wollte, rief es befriedigt aus:

»Die war ausgezeichnet!«

Jetzt erst konnte Max den blutdürstigen Löwen in all seinen Schrecknissen genauer betrachten. Aus dem Grunde des Loches, wo er sich fast bis zur Hälfte des Körpers eingegraben hatte, ragte das entsetzliche Tier heraus. Es hatte ein schwarzes, bedrohliches Maul, sieben Augen auf jeder Seite und war mit mächtigen Zangen bewaffnet. Sein Leib war mit schwarzen borstigen Haaren besetzt. Die zwei mit Krallen bewaffneten Beine krabbelten neben dem Kopfe aus dem Abgrund hervor. Es wandte seine vierzehn Augen auf die zwei entsetzten Ameisen und sprach mit Grabesstimme: