Aber Großzang antwortete nicht.

»Dieser Vielfraß«, dachte Max, »wird schon in eine Honigkammer eingefallen sein. Aber er soll was hören, wenn er zurückkommt!«

Inzwischen hatte Süßchen mit der zärtlichen und liebevollen Stimme, die sie sich im Umgang mit den Blumen angewöhnt hatte, gesagt:

»Du bleibst doch bei uns, nicht? Es ist zu spät geworden, um heimzukehren!«

»O wie gerne!« beeilte sich Max zu antworten, »um so lieber, als ich zurzeit keine Wohnung besitze.«

Süßchen schien sehr erstaunt über diese Erklärung und war nahe daran zu fragen wie und warum; denn sie war neugierig, über ihren Befreier Näheres zu erfahren; aber da sie eine höchst taktvolle Biene war, überwand sie sich und sagte nur:

»Wie gerne hörte ich deine Geschichte; morgen erzählst du sie mir vielleicht? Selbstverständlich bleibst du und jene Ameise, der du eben gerufen hast, hier, d. h. wenn sie noch bei uns herinnen ist. Ich selbst muß jetzt den Schwestern helfen, das Haus von diesem Eindringling zu säubern.«

Max stieg mit ihr vom Rücken des Totenkopfes herunter. Süßchen aber gesellte sich zu den andern Bienen, die mit vereinten Kräften den Körper des Untiers fortzuschaffen versuchten.

Aber dessen Gewicht und Umfang war derart, daß es keine leichte Sache war, ihn zu bewegen. Schließlich rief eine Biene:

»Hört mich an, ihr Lieben! Diesen greulichen Wicht aus dem Stock hinauszuschaffen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, ich schlage vor, ihn auf die Seite des Ganges zu schleppen und ihn dort luftdicht abzuschließen.«