Süßchen blieb unglaublich überrascht bei dieser Doppelvorstellung.

Max bemerkte, wie verständnislos sie seiner Größe gegenüberstand, und erachtete es deshalb für nötig, eine Erklärung folgen zu lassen. Er erzählte ihr vertraulich die Geschichte seines Aufstiegs zu fürstlicher Höhe und den jähen Sturz von seinem Throne.

Die Biene hörte aufmerksam zu, und als er geendet hatte, sagte sie:

»Höre mal, ich habe nie einen Thron verloren und strebe nach keiner Krone. Ich kenne nur den freudigen Drang zur vergnüglichen Arbeit. Hast du, Unglücklicher, auch diesen verloren? Bitte, beeile dich, wenn du jetzt unser Haus besichtigen willst.«

Diese Worte verdrossen Max ungeheuer, aber seinen Zorn schüttete er über den unschuldigen Großzang aus, den er barsch anfuhr:

»Na, Adjutant, was tust du denn? Erhebe dich endlich! Hörst du nicht? Wir gehen jetzt, den Palast zu besichtigen. Komme sofort. Wie lange braucht es noch, bis du dich rührst?«

Dann verließ er majestätisch das Zimmer, Süßchen zur Seite, der Adjutant hinterdrein.

Zunächst ging es zum Eingang, an dem Max eine Veränderung gegen gestern wahrnahm. Die Toröffnung war viel niedriger und schmäler geworden. An beiden Innenseiten des Ganges waren neue Mauern aufgeführt, die aus einer braunen, klebrigen Masse bestanden.

»Ei«, bemerkte Max, »hier sah es doch anders aus, als ich eintrat.«