Max brach in einen hellen Freudenschrei aus, denn mitten aus dem Gesumme hatte er seine Freundin Süßchen herausgehört. Zu gleicher Zeit rief er auch schon Großzang warnend zu:

»Obacht! Hier ist der Fuß eines großen Tieres.«

In Wirklichkeit war es eines Mannes Fuß. Aber die kleinen Insekten machen keinen wesentlichen Unterschied zwischen einem Menschenfuß und dem eines Ochsen; sie wissen nur, daß beide mit der nämlichen Gedankenlosigkeit stets bereit sind, sie zu zertreten. Max konnte sich gerade noch retten und sah vor sich einen Mann mit einer Drahtmaske über dem Gesicht. In den Händen hielt er, die Öffnung nach oben gerichtet, einen glockenförmigen Strohkorb und näherte diesen vorsichtig dem Zweig, von dem die Bienentraube herabhing. Max hatte kaum Zeit zu rufen:

»Süßchen, gib acht, er fängt dich!«

Da hatte der Mann dem Zweig schon einen heftigen Stoß gegeben, so daß die ganze aneinanderhängende Bienenschar in den Korb fiel. Geschwind deckte der Mann den Korb mit einem Brettchen zu und ging mit dem Bienenvolke freudig grinsend fort. Kurz entschlossen sagte Max zu Großzang: »Rasch! Mir nach!« und kletterte auf den Stiefel des Mannes, dann stieg er weiter empor und rastete erst auf dem Rande des Stiefelrohres.

»Bist du da, Adjutant?« fragte Max besorgt.

»Zu Befehl! Aber wozu diese Kletterpartie?«

»Aus zwei Gründen, lieber Adjutant! Erstens sparen wir uns die Mühe, zu Fuß zu wandern, und zweitens lassen wir uns sicher und bequem an den Ort tragen, wo unsere Freunde ihre neue Stadt bauen werden.«

»Wohin trägt sie denn dieser Mensch?«