Durch die Wand, die jede der fünf Holzbienenschwestern hatte durchnagen müssen, um aus ihrer verschlossenen Zelle zu kommen, konnte man jetzt herrlich aus- und eingehen.

Jede dieser Holzbienen hatte die Sägemehlmauer durchbohrt, die ihre Zimmerdecke gewesen war. Die erste von ihnen hatte den Ausgang aus dem Baumstamm gebohrt, die zweite öffnete die Türe, die sie in das bereits leere Kämmerchen führte, und so fort bis zur letzten, die den Ausgang durch die Kammern aller Schwestern fand.

»Das sind einmal gescheite Insekten! Alle Anerkennung!« rief Max, »die stehen ja sogar uns Ameisen nicht nach. Das will was heißen. Denn man darf nicht vergessen, daß unter uns sehr geschickte Holzarbeiter sind, die kunstvolle Wohnungen in die Baumstämme graben, teurer Großzang!«

Dieser aber hörte wieder einmal recht zerstreut zu und durchsuchte dafür um so angelegentlicher alle Zimmer bis ins hinterste. Wißt ihr, nach was? Unzufrieden brummte er:

»Alles aufgegessen!«

»Was suchst du nur?« fragte Max.

»Ach, nichts! Ich schaute nur, ob nicht irgendwo noch eine Spur von dem Honigbrei zurückgeblieben sei. Aber nicht eine Spur. Diese verwünschten Bienen haben alles aufgeräumt, ohne zu bedenken, daß eines schönen Tages dieses Haus von einem kaiserlichen Hof bewohnt werde, der die glänzendsten Aussichten für die Zukunft und den riesigsten Appetit in der Gegenwart hat!«

Wie er aber merkte, daß Max ihm wieder tüchtig den Kopf waschen wollte, kauerte er sich in eine Zimmerecke und rief in hoffnungslosem Tone: