»Nun du hattest es eilig. In zwanzig Tagen warst du schon aus der Larve eine Puppe geworden.«

»Herrje! Eine Puppe!«

Nun drängte Fuska ihn zu den hintersten Reihen, damit er genau die Tierchen in ihrer zweiten Verwandlung sehen könne. Wie entsetzlich schwer es aber für Max war, vor Fuska zu verbergen, daß ein neuer Lachkrampf bei ihm auszubrechen drohte, ist nicht zu sagen.

»Das heißt man Puppen!?« kicherte Max mit mühsamer Zurückhaltung, denn er mußte sich fest auf die Lippen beißen und ein Füßchen vor den Mund drücken, um nicht herauszuplatzen vor Lachen. Diese trottelhaften Dinger reizten wirklich dazu.

Waren denn das Ameisen? An den weichen, weißlich gelben Körper hatten sie Beine und Fühler eng angezogen, und so lahm lagen sie da, als hätte man sie eben durchs Öl gezogen.

»Also, so soll ich ausgesehen haben?« sagte Max, der sich endlich zu einem artigen Ton gefaßt hatte.

»So sahst du aus. Und wie sie, hast auch du eines Tages aufgehört zu essen, und obwohl es nicht alle Puppen so machen, hast du dich selber in ein Knäulchen eingesponnen und versteckt, und als du zu dem vierten Grad deines Lebens reif geworden warst, hast du angefangen zu nagen in deinem Knäulchen, und ich habe dir geholfen herauszukommen.«

Max starrte Fuska mit seinen sämtlichen Augen an und rief: »Ich glaubte, Ameisen kämen zur Welt als richtige und fertige Ameisen.«

»Wir Insekten sind allen jenen Verwandlungen unterworfen, die dir so wunderbar scheinen. Du wirst im Leben noch deren andere, viel merkwürdigere sehen.«

»So bin ich also Ei gewesen, habe mich in eine Larve verwandelt, bin Puppe geworden und habe als solche ein Knäulchen gesponnen.«