11. Eine Ameise, der das Latein Leibweh macht.

Max war wieder in das Innere des Hauses zurückgekommen. Bald sollte er erfahren, daß Ameisen nicht an Verdauungsbeschwerden leiden.

Drunten arbeiteten die Gefährten immer noch glättend, befestigend und erweiternd an dem neu gegrabenen Gang. Als drei dieser Fleißigen unsere Ankömmlinge bemerkten, eilten sie auf diese zu und begannen:

»Wir haben Hunger, wollt ihr uns zu essen geben?«

»Du hast für viere gegessen«, wendete sich Fuska zu Max, »sättige die drei!«

Ehe Max begriff, was sie wohl meinte, hielt eine Arbeiterin ihren Mund an den seinen und saugte ihm eine gehörige Portion vom genossenen Sirup aus dem Leibe.

Er konnte nur ganz einfältig dabei stillhalten.

»Aber das sind dumme Witze!« rief er, als sie fertig war.

Fuska erklärte: »In deinem Kröpfchen hast du einen Teil deiner genossenen Nahrung aufgespeichert. Das ist dein Vorratskämmerchen, aus dem du Larven und hungrige Arbeitsschwestern speisen kannst, wenn diese letzten vor Eifer keine Zeit finden, selber Nahrung zu suchen.«