»Ein Gewächs! O Gott, o Gott!«
»Es ist biegsam, ein Gewebe, das ich nicht erklären kann.«
Alle Ameisen kamen jetzt neugierig näher heran, so daß Max mitten in einem Kreise stand, und alle riefen:
»Wie seltsam! Was mag das für ein weißes Zipfelchen sein?«
»Zipfelchen!« schrie Max, am ganzen Körper zitternd vor Aufregung.
Ein gräßlicher Gedanke durchfuhr blitzgeschwind sein Hirn. Wild blickte er um sich, stürzte sich auf einen Grashalm, der sich nebenan über eine Wasserpfütze neigte, kletterte an ihm empor und ließ sich, mit zwei Beinchen daran festgeklammert, frei über dem Wasser schweben. So konnte er sein Hinterteil im Spiegel betrachten. Es blieb kein Zweifel mehr.
Klar widerspiegelte das Wasser seinen Körper, und genau sah er am obern Ende seines Hinterleibes das weiße Fähnchen. Es hätte nicht viel gefehlt, so wäre er vor Schreck ins Wasser gefallen.
Mühsam zappelte er mit den Beinen, schwang sich wieder auf den Halm und kletterte zum Ufer hinab; er wollte seinem eigenen Bilde entfliehen.
Am Ufer erwarteten ihn erregt die andern Ameisen und sprachen durcheinander: