»Untersuchen wir also deine Nerven. – Ich kann auch hier nichts Krankes finden! Die Nervenstränge sind in bestem Zustand, in den Nervenzentren liegen keine Störungen vor; du hast deren mehrere, und jedes arbeitet unabhängig vom andern. Würde man dich in zwei Stücke schneiden, könntest du einige Zeit in zwei getrennten Teilen leben. Untersuchen wir noch das Gehirn!«

Zerknirscht lispelte Max:

»Ich habe vielleicht recht wenig?«

»Nichts dergleichen, genug hast du. Wie bei jeder richtigen Ameise ist das Gehirn der zweihundertachtzigste Teil deines Körpers, das heißt, es hat ungefähr dasselbe Größenverhältnis wie bei den entwickelten Säugetieren. Daher unsere hohe Geisteskraft«, fügte der Professor belehrend bei.

Auf einmal wurde der Professor stutzig. Ganz sorgfältig betrachtete er mit seinen drei einfachen Augen den Hinterleib des Patienten und sagte:

»Sapperlott! Da ist doch was nicht in Ordnung!«

»Was ist's?« wollte Max erschrocken wissen.

»Dreh dich herum! Ein ganz merkwürdiger Fall! So etwas habe ich mein Lebtag nicht gesehen!«

Max fühlte, daß der Professor an etwas zerrte, und fragte kläglich, was er denn so Seltsames hätte.

»Wer weiß, ob es nicht ein Gewächs ist«, meinte der Professor.