»Wo fehlt es dir?«

»Au, au, mir ist so übel! Es tut mir überall weh, hier oben, dort unten, in den Beinen, am Kopf – au weh! au weh!«

Der Professor war ein tüchtiger Kinderarzt und begann sogleich eine gründliche Untersuchung.

»Verletzungen finde ich keine«, sagte er dann, »dein Körper ist tadellos gewachsen. Du hast Kopf, Brust, Hinterleib und sechs Beine. Hm, hm! Tut dir's hier weh? dort? da?« und dabei klopfte und horchte er an Brust und Kopf des Patienten.

»Jawohl, hier und dort und da tut's weh!« wimmerte Max.

»Merkwürdig! Dein Muskelsystem ist gut, und du kannst wie jede andere Ameise ein Gewicht ziehen, das dreißigmal schwerer ist als du selbst, während der Herr der Schöpfung, der Mensch, oft nicht so viel heben kann, als er selbst wiegt. Hier – was fühlst du hier?«

»O, es tut weh … unten, hinten, vorne – und oben auch!«

»Aber dein Blut fließt regelrecht durch die Adern, Magen und Darm arbeiten, wie sich's gehört, hm, hm! Atme mal recht tief! Auch die Atmung ist gut. Sind's vielleicht die Nerven?«

»Ach ja, die Nerven sind's vielleicht, Herr Professor. Ich spürte einen Stoß in allen Nerven, als ich vorhin die abscheulichen Fremdwörter hörte.«