»O weh!« warnte der gute, weise Lehrer.

»Du beginnst bereits, uns deine geleisteten Dienste vorzuzählen und zu prahlen, weil du deine Pflicht erfülltest!«

»Ach was, Pflicht«, versetzte Max unwirsch, »hätte ich nicht meinen Mann gestellt, weiß Gott, wie es heute um euch stünde! Kurzum, meine Anordnungen sind gegeben, ich werde mich in kurzer Frist mit meinem Heer in Bewegung setzen.«

Nun sprang der Professor aber zornbebend auf.

»Dein Heer? Dein Heer! Wer gibt dir, Unsinniger, ein Recht, über Leib und Leben deiner Kameraden wie über dein Eigentum zu verfügen? Hast du denn ganz vergessen, daß in unserem Staate alle gleich sind und jeder dieselben Rechte und Pflichten hat?«

»Wenn alle gleich sind«, antwortete Max hochmütig, »warum hat dann nicht ein anderer getan, was ich tat?«

Ohne weitere Einwände anzuhören, ohne selbst auf Fuskas entschiedenen Rat zu achten, verließ er den Saal und rief mit erhobenem rechten Vorderbein:

»Ob es euch zusagt oder nicht, – die Soldaten, die mich gestern kämpfen sahen, haben Vertrauen zu mir und werden mir folgen!«

Und unglaublich! Der größte Teil der Ameisen, berauscht vom Siege und der Aufregung des vorigen Tages, folgte mit Begeisterung Maxens Anordnungen.

Schnurstracks marschierte er mit seiner Streiterschar zum Tore hinaus und dachte: »Kein Zweifel, das Heer ist mir zugetan. Ich kann sicher auf dessen Treue zählen, und nach der siegreichen Rückkehr ist ein Staatsstreich unausbleiblich.«