An nicht allzu ferner Stelle kommandierte er »Halt!« Seine Soldaten stellte er in Reihen auf und verteilte Ämter und Würden. Dies wollte er tun, um ihren Ehrgeiz zu spornen, dann aber auch, um die einzelnen an sich zu fesseln, schließlich aber auch, um folgende Rede halten zu können:

»Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften! Ihr habt bereits Beweise eures Mutes gegeben, ich werde mit eurer Hilfe auch heute den Feind vernichten.«

»Hoch der General mit der weißen Fahne, hoch, hoch, hoch!« so schrien sie alle im Chor, und Max fuhr fort:

»Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften! Heute kann ich euch die besten Hoffnungen machen. Durch eine Überraschung wird uns der Sieg über die Feinde sicher sein. Bleibt hier in Bereitschaft und erwartet mich! Sobald ich zurückkomme, werden wir gegen den Feind anmarschieren!«

Nach dieser Rede übertrug er das Kommando an Dickkopf und Großzang, zwei verdiente Krieger, die er zu seinen Adjutanten erhoben hatte und in die er volles Vertrauen setzte. Dickkopf gehörte zwar nicht zu den Gescheitesten, besaß aber eine außerordentliche Kraft und Ausdauer. Großzang war mit zwei schrecklichen Kieferzangen bewaffnet. Er hatte nur einen Fehler, und zwar den, daß er nie satt werden konnte. Tag und Nacht quälte ihn der Appetit. Diese beiden tapferen Streiter hatten ihrem Führer Max schon derartige Beweise ihrer Ergebenheit geliefert, daß er sich unbedingt auf sie verlassen konnte.

Max begab sich zu dem bekannten Kürbisblatt, in dessen kühlem Schatten der gute Professor seinerzeit so warm für den Ameisenvölkerfrieden eingetreten war. Hier gerade traf General Butziwackel mit dem Käfer zusammen, mit dem er tags zuvor ein Bündnis für den Krieg geschlossen hatte.

»Gut, daß du da bist!« sagte er ihm. »Wo sind die andern Bombardiere?«

»Hier sind sie«, sprach der Käfer.

Max sah unter einem Blatt die Kameraden seines Verbündeten versammelt, überzählte sie und rief erfreut:

»Ihr seid ein volles Dutzend! Gut! Die andern stehen alle selbstverständlich unter deinem Kommando, nicht wahr?«