»Jawohl!«

»So passe jetzt mal gut auf! Ich bin der General, vorderhand wenigstens, später hoffe ich es noch weiter zu bringen; ich bin der General der Ameisen und Höchstkommandierender. Mein Heer ist ganz in der Nähe bereitgestellt, und ich werde es an den Feind heranführen! Sobald wir mit ihm in Fühlung geraten sind, üben wir einen Druck auf ihn aus, nach dieser Seite hin, verstanden? Sobald er in euern Feuerbereich kommt, kommandierst du sofort ›Feuer!‹ und bum! bum! bum! schießt ihr alles ohne Gnade und Erbarmen über den Haufen!«

»Verlaß dich auf uns!« sprach der Herr Oberbombardier, – »sie sollen schwimmen in ihrem Blute!«

»Nun, guten Morgen und guten Appetit zur rechten Stunde!« rief Max und eilte zu seinem Heer zurück.

»Nichts Neues?« fragte er Großzang und Dickkopf.

»Zu Befehl, Herr General«, meldete Großzang, »in kurzer Entfernung von uns machte sich ein Fähnlein Roter bemerkbar, das gegen uns anzurücken schien. Als sie uns sahen, sind sie fluchtartig entwischt.«

»Vorwärts also! Wir spüren sie auf, umzingeln sie und drängen den Feind dorthin zu jenem Kürbisblatt.« – Er zeigte mit wichtiger Miene die genaue Stelle. – »Dort steht meine Artillerie. Bataillon! Vorwärts, marsch!«

Das Heer ging vor. Neben Max marschierte als Führer eine Ameise, die von der gestrigen Verfolgung her die Straßen genau kannte. Von dieser kundigen Ameise geführt, gelang es in kürzester Zeit, das Feindesheer zu entdecken, das bereits den Kampf zu erwarten schien.

Mittels eines schlauen Manövers umging Max den Feind derart, daß er ihn im Rücken fassen und leicht nach der gewünschten Richtung drängen konnte. Der Gegner schien keine Ahnung von den Plänen des Feindes zu haben.

»Welch einfältige Kerle!« murmelte Max. »Sie haben keinen Begriff von Kriegskunst.«