»Fragt den Hanfgeneral! Er weiß es.«

Max hielt es für klug, zu schweigen.

»Stellt euch vor«, begann die Klägerin und diesmal mit verächtlichem Ausdruck, »daß dieser Tropf sich mit einem Dutzend Bombardieren verbündet hatte. Verräterisch standen sie an der großen Kürbishalle, und kaum hatten wir uns dorthin gewendet, beschossen sie uns dermaßen mit Gas, daß die ganze Kolonne sofort betäubt niederstürzte. Ich selbst bin wie durch ein Wunder entkommen, zwar nicht heil, aber doch lebend. Diese elenden Bombardiere stürzten sich sofort auf die Gefallenen, um sie zu fressen. Sie waren bereits gesättigt, bis sie an mich kamen, und rissen mir nur noch ein Bein aus.«

Ein Schrei der Entrüstung ging nach diesem Berichte durch den versammelten Rat der Roten.

»Was!« rief der General zu Max gewendet. »Das hast du getan? Du, der du zu einer Ameisenart gehörst, die uns Barbaren und Räuber schimpft! Anstatt offen und ehrlich zu kämpfen, hast du zu der gemeinsten und unwürdigsten List gegriffen! Hast dich nicht entblödet, mit den Käfern, diesen Kannibalen, ein Bündnis zu schließen!«

Max wollte erwidern:

»Auch die Menschen schließen im Kriegsfall Bündnisse mit andern, die nicht zu ihrer gleichen Rasse gehören.«

Allein er wußte ja bereits, daß das Beispiel menschlicher Sitten und Gebräuche auf die Ameisen keinerlei Eindruck macht.

»Wir sind ein Räubervolk«, rief der Rote General, »aber zu solchen Gemeinheiten verstehen wir uns niemals!«

Die hinkende Ameise nahm jetzt wieder das Wort: