»Das ist noch gar nichts!« rief sie. »Ihr müßt wissen, daß ich auf der Flucht aus jenem Gemetzel diesem Schlingel mit seinem Heer begegnet bin. Ich versteckte mich hinter einem Stein, und ich habe gehört, daß er sich zum Oberhaupt aller Ameisen ausrufen ließ mit dem Namen: Kaiser Butziwackel der Erste!«
»Ausgezeichnet! Butziwackel der Erste!« rief hohnlachend der General der Roten.
»Du hast also versucht, unsere gesellschaftliche Ordnung aufzuheben, in der alle gleich sind mit denselben Rechten und Pflichten?«
Die Ameisen, die Max im Kreise umstanden, waren bei dieser Mitteilung vollständig fassungslos. Max begriff jetzt, daß es unmöglich sei, mit menschlichen Gedanken und Vorstellungen unter Ameisen auszukommen und zu leben.
Allein für ihn war sowieso keine Rettung mehr vom Tode!
Was lag ihm auch noch daran, nachdem er mit Grauen das Unglück überschaute, das sein Ehrgeiz angerichtet hatte! Was bot ihm das Leben, nachdem seine liebe Fuska enthauptet war und der beste, größte Lehrer der Ameisen seine letzten Worte gesprochen hatte!
Er war bereit, zu sterben. Doch seine mutige Ergebung wurde durch den Roten General schwer erschüttert, der also anhub:
»Hört es alle an! – Dieser Wahnsinnige hat sich unbeschreiblicher Verbrechen schuldig gemacht, darum sei auch seine Strafe eine unerhörte. Ergreift ihn, zwickt ihm nach und nach alle Beine ab, dann die Fühler; sein Kopf soll zuletzt fallen, damit er noch mit eigenen Augen seiner Strafe zusehen kann!«
Max war bei der Vorstellung einer solchen Tortur nahe daran, ohnmächtig zu werden.
Mühsam erhob er sich auf seine Hinterbeine und rief flehend: