»Jawohl, ich bin schuldig; ich erkenne alle meine Fehler. Tötet mich, aber laßt mich nicht so grausam leiden!«
Helles Hohngelächter gellte von allen Seiten. Man warf ihn zur Erde. Zwei Henker ergriffen seine Hinterbeine; sie zogen aus Leibeskräften, aber die Beine saßen fest und ließen sich nicht ausreißen. Zwei andere zerrten an dem mittleren Beinpaar, das ohne Schwierigkeit vom Leibe brach. Max aber schrie seine Henker in dieser unerhörten Lage an:
»Mörder! … Diebe! … Schurken!« …
Doch merkwürdig. Der Verlust der beiden Beine hatte Max gar nicht wehe getan, und auch nach dieser Verstümmelung fühlte er sich noch im Vollbesitz seiner Kräfte. Sodann wollten die beiden Henker seine Vorderbeine abreißen, aber diese saßen sehr fest, so daß der Rote General, als er die unnütze Anstrengung seiner Diener sah, ganz wütend wurde und ausrief:
»Ihr Trottel seid zu nichts zu gebrauchen! Fort, laßt mich selber machen! Ich will doch sehen, ob ich diesem Teufel nicht mit einem einzigen Biß den Kopf abtrenne!«
Verwegen näherte er sich Max. Noch aber hatte er keine drei Schritte getan, als er wankend ausrief:
»O weh! Das ist mein Tod!«
Wie Max das hörte, glaubte er, den General hätte ein Schlaganfall getroffen, und er wollte schon der göttlichen Vorsehung dafür danken; jedoch es war nicht dieses. Eine fremde Person erschien plötzlich, die, wie es schien, auch ihrerseits an dem gräßlichen Werke der Hinrichtung teilnehmen wollte und blitzschnell über den Roten General hergefallen war. Mit verdüsterter Miene murmelte Max:
»Ich bin vom Regen in die Traufe gekommen!«