Dir leyd zu stünd fall drumb nicht auß,
Das Creutz ist doch allzeit beym Wort,
Diß merk, vnd lass es sein dein Hort.
Voll Dank und Ehrfurcht preist Saul die ihm zu teil gewordene Gnade:
Gotts Namen will ich rühm, ehrn
Die ganze Welt sol mirs nicht wehrn. — —
Ich bin gar anderst jetzt gesinnt
Denn vor, mir brent das Hertz für lieb
Zu Gott, ach das ichs täglich trieb.
Gegen unsere Erwartung schließt mit diesen schönen Versen das Spiel nicht. Es folgen noch zwei kurze Szenen. Der Stockmeister und die Knechte erfahren von der wunderbaren Heilung, und beschliessen den ihnen geworden Auftrag, dem hohen Rat Kunde zu bringen, nicht auszuführen, sondern gemeinsam mit ihrem Herrn und den Jüngern einen frohen Abend zu feiern. Der abschließende Epilog, in lehrhafte Form gekleidet, bildet zum Teil einen Vergleich zwischen Saul und den Feinden der Christenheit auf Erden, endlich eine Aufforderung zu unverbrüchlichem Gehorsam an Gottes Gebot.