32) P. II, 440. [Stralsund.] Der weinigste teil [der Lastträger etc.] wonet in den hewßern oder buden, sonder allein vnter der erden in den kellern; den es wonen hie etzliche tawsent in den kellern.
33) K., 34–36. Weil wyr itzt so auff Wineta khomen, wollen wir anzeigen, was Helmoldus darvon schreibt, welchs also lawtet: »Wineta ist gewest eine gewaltige Stat, welche hatte eine gutte Hafen vor alle umbliegende Volcker, und nachdem viel von der Stat gesagt wird und das auch schyr ungleublich ist, so wil ich des wes erzellen. Es solle gewest sein so gros eine Stat, als zu der Zeit Europa eine haben mochte, welche bewhonet haben durcheinander Greken, Slauen, Wende und ander Volcker. Es haben auch die Sachssen Macht gehapt da zu wohnen, doch das von denselben Volckern keiner den Christentumb habe berhomen und bekhennen müssen. Dan alle Burger seint abgottlich geplieben bis zu entlicher Zerstorung und Unterganck der Stat. Sunst aber von Zucht, Sitten und Herbergen solt man kawm irgentz fromer Volck noch ires gleichen spüren. Die Stat ist von allerley Kauffwahr aus allen Landen erfüllt gewest, hat alles gehapt, was nhur seltzam, lustig und nottig gewest ist. Dieselbe Stat solle ein Khonig aus Denemarcken durch eine große Schiffung und Krieg erobert und zerstoret haben. Es seint noch verbanden Beweisung und Gedechtnus der Stat, und die Insel, daran sie gelegen, wirt mit drey Stromen[177] durchflossen, davon einer sol sein grüner Farb, der ander grawlecht, und der dritte solle stets prallen und rawschen von Storm und Winde.« So weit Helmoldus, der geschrieben hat ungefer vor IIIIC Jar.
Und ist war, das man die Nachweisung noch diessen Tag sihet. Dan wan einer von Wolgast über die Pene in das Land zu Usedhom zihen wil und gegen ein Dorff, Damerow geheissen, khumpt, welchs bey zwu Meilen von Wolgast ist, so sihet man noch ungeferlich ein gros viertel Wegs in der Sehe grosse Steine und Fundament; dan das Meer hats so weit eingewaschen. So byn ich auch sampt andern hinzugefharen und hab es eigentlich besehen, aber kein Mawerwerk ist mehr da; dan es seint so viel hundert Jar sidder der Zerstorung, das es nicht müglich, das es vor dem ungestewmen Meer so lange bleiben mochte. Allein seint die grossen Fudamentstein noch vorhanden und liegen noch so an der Rhege, wie sie unter eim Hawse ligen pflegen, eins neben dem andern, und an etlichen Orten andere noch droben. Darunter seint so grosse Steine an vielen Orten, das sie wol ellenhoch uber Wasser scheinen, als das man achtet, sie werden ire Kirchen und Ratshewser daselbst gehapt haben. Die andern Steine aber liegen feyne noch in der Ordnung und zeigen sichtlich an, wie die Gassen seint in die Lenge und Qwere gegangen. Und die Fischer des Orts sagten uns, das noch gantze Steinpflaster der Gassen da weren und weren ubermoset, auch mit Sande bedeckt, das man sie nicht sehen konte. Sunst wan man einen spitzen Stangen hinein stiesse, so khonte mans wol fülen, und die Steine ligen ungeferlich so:
Und wie wyr hin und widder über die Fundamente fhureten und die Gelegenheit der Gassen anmerckten, sahen wyr, das die Stat in die Lenge ist gebawet gewest und hat sich mit der Lenge erstreckt von Osten ins Westen. Nhun tieffet sich aber die Sehe, wan man bas hinein khumpt, je lenger je mehr; darum khan man die ubrige Grosse der Stat nicht alle sehen. Aber was wyr sahen, deuchte uns, das es wol so groß war als Lubeck. Dan die Lenge macht wol ein klein virteil Wegs, und die Breite was grosser wan die Breite der Stat Lubeck. Daraus mag man gissen, was villeicht die ander Grosse, die wyr nicht sehen khonnten, sein moge. Und ich achts dafur, do diesse Stat zerstoret sey, das do Wisbu in Gotland widder auffgekhomen sey.
34) K., 36. [Wisby] Das ist auch eine gewaltige Stat gewest von eitel gehawenen Steinen und die Hewser alle oben gewelbt on Techer, darauff viele Vischteiche haben gehapt. Doselbst haben alle diesse Sehestette bisher ire Wasserrecht geholet. Itzund aber in kurtzen Jaren hat sie durch Mewterey und andern Unfall so abgenhomen, das man sie kawm mehr nennet und das uns die Steine von iren verfallen Hewsern hergepracht werden, da wyr Steinkalck von brennen.
35) K., 74. Wollyn... zu unsern Zeiten kawm ein Stetlin von drey oder vierhundert Burgern ist.
Feuerung.
36) P. II, 435. Es hat weinig holtzes auff dem lande [Rügen], darvmb müßen sie an vielen ortern auffgetrögete rasen, welches sie törff heißen, vor holtz verbrennen. Es hat nhur ein holtz, das etwas ist, das heißet die Stubbenitz, daraus nhemen die beiliegenden flecke vnd dörffer fewerunge.