50) K., 365. Anm. [c. 1498]. Spottvers des Mariotto (diesser ist bei Bischoff Benedictus gwest): Ali mali, pulli nulli, pisciculi parui, flackfischi, heringi, dorski sunt pomerische richtki. [Vergl. [Nr. 51]; [76]; [82]; Krankenspeise [145]; Fastenspeise [82]; Gewürz [88].]
Trank.
51) K. 415. Man hat lange Zeit nicht abzuwol im Lande gekocht, auch sehr grob Bier gebrawet, aber nhu mit der Zeit beginnen sie es besser zu lernen und leren itzund von den Hochteutzschen, so viel darin handlen oder sich setzen, auch leckerich zu leben. Süße Weine bringt man zu Lande von Leiptzk oder zu Wasser aus Niderland. So khan man an etlichen Orten auch wol gut Eimbecks Bier und Mumme haben. Reinischen Wein bringt man auch zu Wasser, desgleichen viele frantzosische Weine. Lantweine khomen aus der Slesie und Lawsitz die Oder herab, hungerischen, behmischen und Francken-Wein bringt man vor Fisch und Heringk zu Wagen ins Land. Das Bier im Lande ist an vielen Ortern auch nicht bose. Sunst was Essen betrifft, gibt das Land an Wiltpret, Weidewerck, Fischen und anderm uberflussig.
52) P. II, 459. [Pasewalk]. Man brawet allhyr starck bier, das pasenel heiszet, das man verfhüret.
53) P. II, 461. [Barde]. Es brawet hier gut bier, das man hin und widder verfhüret. [Vergl. [Nr. 42]; [49].]
54) K., 236. Ao. 1405. Barnim ist ein sehr messiger Fürst gewest von Essen und Trincken, sonderlich von Trincken; dan man hat ine ny ein Halbs oder Gantz trincken sehen, viel weiniger ine ful gesehn; hat selten Bier getruncken, und Wein hat er nymmer getruncken on an seinem Ostertag; sunst ist sein Getrencke Couent gewest oder, wo er den nicht gehapt, gut frisch Wasser.
Handel und Gewerbe.
Eigentum.
55) K., 274. [Ao. 1435.] Weil wir aber von dem Schatz gesagt, den Khonig Erich mit sich prachte, wollen wyr auch anzeigen, was die Alten darvon sagen, das er gewest sey. Es sol erstlich ein Jesusbild wie ein Knab von XV Jaren groß gewest sein von lawterm Golde, zwolff Apostel wie Kinder groß von eitelm Silber, ein gantz Einhorn, eine Monstrantz von eitelm arabischen Golde, ein gulden Pfenningk uber hunderttausent Gulden wert, den er mit seiner Khoniginnen krech, die gulden gans vom Sloßtorm zu N. und al sein Silbergeschyr und Cleinodia. Davon hat er die Monstrantz in die Capelle auff das Schloß zu Rugenwalde gegeben und das Sacrament darin thun lassen und darvor das Einhorn zu einem Leuchter gesatzt, welche beiderley ich gesehn hab, desgleichen noch etliche statliche Credentz und silbern verguldete Schusseln, die warlich prechtig und groß seint. Wie es aber umb die andern Schetze ist, weis man nicht, etliche meinen, sie seint noch gantz vorhanden, etliche meinen nein, aber die Fursten lassen ire Heimlichkeit nicht gern wissen. [Vergl. [Nr. 88].]
56) K., 182. So rechern [rachsüchtig] als das Gold von Tolose, da die Latini ein Sprichwort von haben, das alle diejennigen, so davon gekriegt, jemerlich seint ummegekhomen oder geplagt worden.