101) K., 337. [c. 1480.] Herzog Bugslaff von Pommern läßt einen Arzt, der mit seiner Gemahlin »in Khuntschafft gekommen, greiffen und in einen Sack stechen und in die Oder werffen.« [Im Ms. ist die Strafangabe dann korrigiert in: »Zue Ukermunde auff dem Schloß im Gefengnus Hungers sterben.«] [Vergl. [Nr. 17]; [57]; [63]; [111]; [115].]
Kriegsaltertümer.
102) K., 138. Kriegk und Jagt, welche dan, wie man sagt, Schwester-Kinder seint.
103) K., 113. Ein schoner Rawm und Platz, da man wol Herschawung thun khonte. Da sie nun daran khemen, do stunden die Karentzer und der Adel gerustet da, bey den sieben tawsent Mennern, und hetten ire Spiesse in die Erden vor sich niddergesteckt. [Vergl. [Nr. 5]; [7]; [18]; [132]; [134].]
104) K., 227. Anm. 2. Eodem anno [1380] sollen die Buchssen erfunden sein.
105) P. II., 411/2. In vorzeiten haben sie [die Pommern] nur leichte pferde vnd rüstung geprawcht wie die Francken; jtzt aber haben sie schwere frische geule vnd gantze kuͤritzer, mehr zum standt wan auff die flucht geruͤstet, fhuͤren reimspieße, kurtze breite Schwerter vnd stridthammer. Das fusvolck hat nhur einen pantzer, oder ruggen vnd krebs, vnd eine packenetlein, fhuͤren zum merenteil rewtling, helparten, vnd schweinspieße, ist auffm wasser zum besten gevbet.
106) K., 310. In disser Belagerung [Ao. 1468] war zu Ukermund auffm Schloß ein schwartz Augustiner Münnich, der tette viel Schadens mit Schiessen. Dan er khonte schwartze Kunst, das er gemeinlich das treffete, was er wolte, wiewol es ime in allen nicht gluckte. Deshalben do er auch ein mall auff des Marggrafen [von Brandenburg] Gezelt zilete und der Marggraf aß, schoß er ime den Tisch und die Schusseln vorm Mawl wegk, welchs dan den Marggrafen nicht weinig erschreckte.
107) K., 106. [Ao. 1168.] Die Lenge liessen sie viel Holtzes zu Leytern, Schantzen und anderm Zewge, das man in der Belagerung und zum Storm bedorffet, zusamen bringen. Und als die Zimerlewt daruber arbeiteten und sich die zeit etwes verzog, ehe es alles fertig wurt.... [Vergl. [Nr. 24]; [31]; [49].]
Christliche Altertümer.