Fig. 9.
Wir haben nun zwei ganz gleiche Wandarmleuchter aus Eisen zu nennen, von denen der eine in [Fig. 11] abgebildet ist. Aus vierkantigem Eisen ist ein horizontaler Arm gebildet, der am Ende auf einer in die Wand eingreifenden senkrechten Stütze aufliegt und dessen vorderes Ende durch eine schräge Stütze gehalten wird. Durch aufgeschweißtes Flacheisen sind maßwerkähnliche Verzierungen gebildet. Diese Wandarme gehören dem 16. Jahrh. an. Ferner ist eine Reihe interessanter Kronleuchter vorhanden. Dem 14. bis 15. Jahrh. gehört ein Messingleuchter an, der ganz ähnlich sich im Rathhause zu Regensburg findet; dem 15. und 16. Jahrh. ein einfacher, flacher, eiserner Reif, auf den einige Kerzenträger aufgenietet sind, und der an drei Ketten hängt; derselben Zeit ein großes Hirschgeweih, das mit einem geschnitzten Engel mit vergoldetem Gewande und Haaren, bemaltem Gesichte und Händen verbunden ist. Der Engel hält in der einen Hand einen Kerzenträger; eine Anzahl solcher ist an dem durch einen Eisenreif vollends in’s Runde gezogenen Geweih befestigt. Dieser Kronleuchter stammt aus dem Rathhause zu Forchheim. Besonders schön ist ein dem 16. Jahrh. angehöriger großer Kronleuchter, der einen Drachen vierköpfig und zweischwänzig zeigt ([Fig. 12]), welcher mit einem Rennthiergeweih verbunden ist und an drei Ketten hängt. Er stammt vom Schlosse Gleishammer bei Nürnberg und ist Geschenk des Herrn Fabrikbesitzers Zeltner. Einige weibliche Halbfiguren von ähnlichen Leuchtern in Gypsabguß schließen diese Serie der Beleuchtungsapparate.
Fig. 10.
Fig. 11.
Fig. 12.