gedrukt in der gelobten stat Kraka unter dem gewaltigen köng sigmunds im Jahre 357 in der kleineren Zahl (d. i. 5357 = 1597).“

(Unten in der Einfassung:) „durch die Hand (des) isaak ben (Sohn) des herrn aaron von prostiz.“

Oben in der Einfassung steht mit hebräischen Worten: „Dies ist das Thor des Herrn, die Gerechten werden dahinein gehen“ (Psalm 118, 20).

Auf der anderen Seite des ersten Blattes beginnt das Gedicht selbst, dessen Strophen durch Absätze, die Reimzeilen aber nur durch ein Punkt unterschieden sind.

Wir geben hier die ersten drei Strophen in buchstäblich getreuer Uebertragung der hebräischen Schriftzeichen und mit in den Noten beigefügter Vergleichung der wesentlichen Varianten des alten Druckes „durch Friderich Gutknecht zu Nuͤrnberg“ (um 1560), den O. Schade auf’s neue (Hannover, K. Rümpler. 1854) in 150 Exemplaren hat abdrucken lassen.

WOLT ir her schaft hie betragen[40]. gros abenteier wil ich eich sagen. fon sterken sturmen un herte. die der berner um[41] hildbrant leit. fil menchen sturmen er da streit. bis das in got ernerte. es mocht im anders nit dergan[42]. er reit alein aus beren. durch menchen wilden vinstern plan[43]. das mocht ir heren geren. gros lib un leid im da geschach. fon einem starken risen. kam er in un gemach.

da der berner bei hildbrant sas. di zwen worden auch reden das. was si heten erstriten(.) mit irer held kreft[44] hant. also sprach sich meister hildbrant. ich hob so fil erliten. wol fon den starken eisengrein. un fon sein wilden weib[45]. si het mir nach[46] das leben mein. gescheiden fon den leibe. si zwang mich unter[47] ire bein. ich must sein da gebliben(.)[48] das wendeit[49] ir her ein[50].

her ditreich sprach jo das ist war. dein leben stund als um ein har. da si dich het um fangen(.) unter ireh achsel[51] si dich zwang. dein wer di war kegen ir so krank. es was um dich ergangen. ich schlug ir ab das heibte zwar. fon stund must si dich lasen. hildbrant sprach her das ist war. si was gros on masen. wo si nach (noch?) in der erden leit. ich leid nie herter druken. bei ale meiner zeit.

Nach der Schlußstrophe (196): „Si traten zu den rosen an“ etc. heißt es: