Portal der Kapelle in der Burg Tirol in technischer und symbolischer Beziehung. Von Theodor Hutter. — Beschreibung eines alten, mit Miniaturen reich ausgestatteten Gebetbuches in der Gymnasial-Bibliothek zu Bozen. Von Karl Atz.

Verhandlungen des historischen Vereines von Oberpfalz und Regensburg. Fünfundzwanzigster Band der gesammten Verhandlungen und siebzehnter Band der neuen Folge. Mit fünf Abbildungen und einem Plane. Regensburg, 1868. 8.

Culturhistorische Beiträge zur Geschichte der Oberpfalz. Von Dr. Chr. Häutle. — Geschichte des Klosters Speinshardt. Von A. Eder. — Die Wappen in der Kirche zu Fronau. Von Jos. Plaß. — Ueber den Burgfrieden der Kreishauptstadt Regensburg. Von W. Scherer. — Thon-Reliefe (Fliese) von der Stiftskirche St. Emmeran in Regensburg. Von C. Ziegler. — Das Jahr- und Todtenbuch des Minoritenklosters in Regensburg. Von K. Primbs.


Nachrichten.

Literatur.

Neu erschienene Werke.

14) Novum Glossarium Latino-Germanicum mediae et infimae aetatis. Beiträge zur wissenschaftlichen Kunde der neulateinischen und der germanischen Sprachen von Dr. Lorenz Diefenbach. Frankfurt am Main. J. D. Sauerländer’s Verlag. 1867. 8. XXIII u. 388 Stn.

Wenn dieses Werk zwar zunächst als Nachtrag und Ergänzung zu dem im Jahre 1857 erschienenen Glossar desselben Verfassers, welches seinerseits als Supplement zum Ducange’schen Lexikon auftrat, anzusehen ist, so macht es doch zugleich auf eine gewisse Selbständigkeit Anspruch, obwohl nicht genau erhellt, bis zu welchem Grade ihm diese zuzuerkennen ist. Der Autor selbst meint, das neue Glossar sei zum vollen Gebrauche des alten unentbehrlich, zu seinem eigenen aber die Nähe des alten sehr wünschenswerth. Den Kern des neuen Werkes bildet der glossographische Inhalt von 28 Handschriften, welche für das alte Glossar noch nicht benutzt werden konnten und nunmehr den frühern 26 unter den Ziffern 27–54 sich anreihen. Die Druckschriften haben keinen Zuwachs bekommen. Außerdem wird das alte Glossar an vielen Stellen berichtigt und Bruchstücke desselben (Glossen, Erklärungen und Vergleichungen) wiederholt gebracht in den Fällen, wo die Beleuchtung nach beiden Seiten es gebot und der Raum es gestattete. Was übrigens den letztern betrifft, so hat man diesmal nicht so übermäßig damit gekargt, wie bei dem frühern Glossar. Nicht allein sind für den Druck größere Typen gewählt (namentlich treten die Stichwörter kräftig hervor), sondern es haben auch die zum Zweck der Verbindung der gleichlautenden mit den ungleichen Worttheilen eines Artikels gewählten Bindestriche eine einfachere Verwendung gefunden, so zwar, daß die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Formen jetzt nur von je einer Stichsilbe abhängt. Besondere Aufmerksamkeit hat der Herausg. den mundartlichen, zeitlichen und mitunter selbst nur graphischen Varianten der deutschen Wörter zugewendet. Ueber die Einrichtung und Bedeutung des neuen Glossars gibt eine Einleitung nähere Auskunft. Eine Angabe, bezw. Beschreibung der benutzten Quellen folgt. — Ueber den Werth und die wissenschaftliche Bedeutung, welche das neue Werk mit dem alten theilt, wird es einer näheren Auslassung hier nicht bedürfen. Schade nur, daß die Masse interessanten Materials, die uns geboten wird, nicht nach allen Seiten hin zur vollen Geltung zu gelangen vermag. Bei dem in der alphabetischen Anordnung der lateinischen Sprache eingeräumten Vorzuge (der übrigens nicht wohl zu umgehen war) entzieht sich gar manches beachtenswerthe deutsche Wort den Augen des Suchenden. Noch weniger läßt sich das Glossar im Interesse der Kulturgeschichte zum Vollen ausbeuten. Eine systematische und zugleich die Zeitfolge berücksichtigende Anordnung des ganzen, von Diefenbach gesammelten Wortvorraths müßte für die Beleuchtung gewisser Zeiträume überraschende Resultate liefern. Doch dies wäre eine besondere, äußerst mühsame und zum Theil unmögliche Arbeit, da sich von manchem Worte die Zeit, zu welcher es auftauchte oder vorzüglich gang und gäbe war, schlechterdings nicht mehr genau ermitteln läßt.

15) Roswitha und Conrad Celtes von Joseph Aschbach. Wien, aus der k. k. Hof- und Staatsdruckerei. In Commission bei Karl Gerold’s Sohn. 1867. 8. 62 Stn. (Aus dem Maihefte des Jahrg. 1867 der Sitzungsberichte der phil.-hist. Classe der kais. Akad. der Wissenschaften besonders abgedruckt.)