23 kelch silberen vnd vbergült, doran hat der prediger ein. 1 gros silberen monstrantz vbergült zum sacramenth. 1 silberen vbergülte monstrantz, dorin sant Kathera gebein ist[139]. 1 kleine silbere monstrantz. 1 gros silberen krewtz. 1 berlein krewtzlein. 1 gros silberen paten mit eim fusse. 1 silbere paten vbergült. 2 silberen meszkennlich. 1 rothen samethen berlin mantel zum sacramenth. 1 gulden kreutzlein nit gros. 1 vbergült Margen billein[140] vnd 1 vbergült billein, die man an die gros monstrantzen hengkt, sein beyde klein. 1 schwartz samether beuthel. 1 bloen mantel zum sacramenth. 1 silberen ketten mit etlichen kleinet daran hang. 1 silberen becher. 1 silberen becher vbergült. 1 silberen buchsen vbergült, do das sacramenth in ist. 1 kron mit 7 perlenschappeln. 1 stuck bloer sameth bestickt mit berlin. 1 roden gulden ordenath. 1 weis ordenath mit 2 rocken. 2 silberen schappelkron in der Sacristey. 5 dick schleyer. 2 schleyer mit gulden leisten. 1 bloer damastat mantel, dran hangt 23 bar silberen schlos. 8 silberen ring. 1 großer silberer biesem apffell. 3 weis stein in silber ring gefast. 8 korallen Pater Nr. 4 rocke vnser lieben frawen. — Ein Reihe diverser Caseln und Chormäntel von Seide, Sammt und Damast mit Gold- und Perlenstickereien, Decken, Vorhänge, Grab- und Sargtücher, Leuchter, Festival- und Ferialtücher u. A. Endlich befinden sich noch „in der Begein[141] Haus und vff der Borkirchen“ verschiedene nicht einzeln aufgeführte Gegenstände, wie Schleyer, Altartücher, Handzwellen, Hungertücher, Untertücher, Kissen ins Grab, Fastentücher für die Heiligen, u. s. w.

Wertheim.

Dr. Alex. Kaufmann.


Zur Geschichte der Feuerwaffen.

(Schluß.)

Eine Reihe interessanter Handfeuerwaffen bieten die Zeugbücher Kaiser Maximilian’s in der k. k. Ambraser Sammlung in Wien, von denen das german. Museum durch die gefällige Vermittlung des Herrn k. k. Hauptmanns Quirin Leitner Durchzeichnungen erhalten hat. Wir geben darnach verkleinert die der vorigen Nummer beiliegende Tafel.

Einen nicht unwichtigen Beitrag zur Geschichte der Handfeuerwaffen bildet ein Gemälde im german. Museum vom Jahr 1502, welches den damals vor Nürnberg stattgehabten Kampf der Nürnberger mit Markgraf Casimir von Brandenburg darstellt. Das Bild ist 1,82 lang und 2,28 Met. hoch; die einzelnen Figuren sind 16 Centim. hoch. Leider ist es jedoch nicht miniaturartig ausgeführt, sondern mit Deckfarben auf Leinwand ziemlich flüchtig gezeichnet, so daß das Detail der Gewehrformen nicht mit Sicherheit entnommen werden kann. [Fig. 3] zeigt zwei Mann aus diesem Bilde, welches die Angaben Toll’s vollauf bestätigt, daß man nämlich damals die Gewehre an der Wange angelegt habe. Ob ein Schloß am Gewehre war, und auf welche Art die Entzündung stattfand, kann aus dem Bilde nicht entnommen werden, obwohl der eine Krieger etwas in der Hand hat, das einer Lunte ähnlich sieht.

Das Radschloß reicht bis in die ersten Jahre des 16. Jahrh. hinauf. Nach Toll ward es schon 1506 in Geißlingen und noch 1533 in Oesterreich verboten, da es lange für schädlich gehalten wurde. Man sieht aber noch im 17. Jahrh. auf alten Abbildungen meist den Luntenhahn. In Wallhausens Kriegskunst zu Pferdt (1616) hat die Infanterie Luntengewehre, die Cavallerie aber Radschloßkarabiner. Das german. Museum besitzt einige solche Gewehre, die dem 17. Jahrh. angehören und zur Zeit des dreißigjährigen Krieges die allgemeine Waffe des Fußvolkes gewesen zu scheinen.

Fig. 3.