Sein darauf die vnnsern zwo stund in die nacht aufgewesst, den droß von in hinder sich auf die seyten an die maur getzogen, die mauer vester, dan wier geacht, befunden. Nun alls der tag her ganngen, haben wier die maur gewunen vnd zu ainem lauffenden hawffen zwae tausent knecht genumen vnd ain tausendt Spannier, die all weys hemeder angehabt, vnd welcher nit hembder angehabt, mit weysen bapier vertzaichnett, verordnet, aus vrsach, das wir gemaind haben, die mauer vor tags zugewinnen. Vnd haben wellen die kürisser ime tiergarten v̈berfallen. Hat vns der tag, von wegen daz es sich so lang mit der maur vertzogen, daran verhindert. Sein in dem die kürisser der sach gewar worden vnd auff gewest vnd zu ierem hauffen geruckht. Auff dieselben haben wier verordnet den laufenden hauffen vnd neben inen die leychten pherdt, vnd ist auf sy ganngen vnnser geschütz, darnach herr Merckht[192] Sittich von Embs mit seinem hawffen lanndsknecht, so er mit im herein gefuertt, mit sambt den zwelf fenndle knechten, so im herr Jörg von Freuntsperg von seinem haufen zuegeben, getzogen. Nach demselben ist getzogen herr Jörg von Freuntsberg mit seinem hauffen knechten, darunder ich mit meinem fendle bey dem ersten fendle gewesen. Vnd die v̈berigen Spanier zu fues sein herr Merckhten auff der rechten Hand getzogen.
Also haben die zeugmaister ausserthalb beuelch der obristen die püxsen aufgespannen, vnd haben wier, so wier in den tiergarten komen, ain wortzaichen mit den von Paphia gemacht, wan wier zum tiergarten einkomen, das wir inen ein wortzaichen geben; dess dan geschehen ist, daz wier vnd sy vndereinander in ainer poseß, Mirabel genandt, zusamen khomen solen. Ist herr Merckhten durch den marckess von Peschära enpoten worden, er soll eylends ziechen zu dem haws[193]; vnd herr Jörg mit seinem hauffen wartten muessen, damit das geschütz wider angespannen wurd. Haben das geschütz nit so gschwind v̈ber die gräben pringen mögen, das durch deß Frantzosen raysigen etlich pauren, ochsen vnd roß pey dem geschütz erstochen; haben also etlich geschütz verlassen muessen, vnd herr Jörg mit seinem hawffen bas wider zu herr Merckhen getzogen vnd die veind hefftig am nachtzug in mein hauffen geschossen deßgleichen herr Merckhen vor mein in seineme haufen auch schaden gethan[194].
Also hat der Frantzosen geraesiger zeug, desgleichen sein hawfen landsknecht vnd die Schweytzer gegen vns geruckht vnd ier geschütz vor inen geschlaefft vnd heftig gegen vnns geschossen, vnd doch, got hab lob, nit darnach schaden gethan: Also sey wir rettig worden, wiewol die von Paphia nit bey vnns gewest, vnd im namen gottes bey den 1500 Spanischer Handschützen vnnserm raesigen zeug, nachdem er vill schwecher dan auf der andern seitten gewest ist, zuegeben, vnd her Jörg, herr Merckht mit iren heuffen gestrackhts neben einander ierem geschütz zuetzogen. Darauf dess Frantzosn Landsknecht, den negsten vnns vnder die augen getzogen, vnd haben von ersst mit herr Jörgen hauffen getroffen, und herr Merckh v̈ber ain ortt[195] auch dieselben lanndskneht angegryffen vnd sy also geschlagen, vnd mit vnnsern beyden hewffen fürgetruckht, inen ier geschütz bey 32 stuckh abgewunen. Also haben die Spanischen schützen vnd neben inen vnser geraysigen so vast in die kürisser gestochen vnd geschossen, das ire kürisser den Schweytzern ier ordnung zerprochen vnd zertrenndt, vnd vnser raysigen mit inen darein gehawen, dem künig sein ross geschossen, doch kain leme nit[196].
So pald wier die lantzknecht geslagen, haben die Schweytzer kain pstand[197] mer gethan. Da sind vnsere raysigen, sunderlich graff Niclas von Salm vnd sein reytter, daz hofgesind, inen nachgefolgt, vnd graff Niclas von Salm sich so hartt vmb den künig angenomen vnd dem künig sein pherd erstochen. Der künig hat sich auch vast gewerdt, doch do der hengst vnder ime gefallen, ist er gefangen worden, vnd wellen ir vil ietzo den künig gefangen haben. Der künig hat auf die von Paphia ain hawffen lanntzknecht, Schweytzer vnd Gaschganier[198] verordnet, dieselben zuuerhalten[199]. Also sein die von Paphia hinaus gefallen vnd sy gar hartt geslagen vnd gross guet gewunen; dann sy inen ier leger geplündert.
Also hat vnns gott auf disen tag gegen vnsern veinden syg vnd glückh geben, dess wir sein götlichen gnadn pyllich danckpar sein sollen vnd wellen, vnd also ob den 10000 Mann an[200] die, so ertrunckhen seind, zw tod geslagen, darunter vil guetter leudt tod pelyben; vnd ich acht darfür, das auf vnnser seytn nit über 400 man verlorn. Aber dess Frantzosen lanntzknecht haben sy[201] dapher gewerdt, aber vast all das gloch schon betzalt[202]. Vnd haben vil guetter gefangen, vnd nemblich den künig Franz von Franckhreich, den künig von Nouera[203], des künigs von Schottn brueder, Friderico de Bosaw, graf Wolfen von Lüphen, den Brandeckher vnd sunst vil mechtig herrn, der namen mir ietz nit wyssen ist. Die nambhafften, so auf der waldstat pelyben: der von der weysen rosen, der hertzog von Lütringen, der Balis[204] vnd vil nambhafter herren. Welche nit gefangen sein worden, sein den merer tael all ertrunckhen und vmbkumben. Der Schweytzer, so wir gefangen vnd wider ledig gelassen, seyn 5000[205]. Auch sein vill lanntzknecht gefangen worden. Der Langenmantl vnd Steffan von Neslingen seind vmbkumben. Der Schweytzer hauptleut seind gewesn achtvndzwaintzig, nit mer dan zwen lebentig pelyben.
Gefangen: künig Franz von Franckreych, künig von Nouera, graff von sand Paul, herr von Leschgü[206], herr von Memorantzj, herr von Florentzi, herr von Tobin[207].
Erschlagen: Der von der weysen rosn[208], herr von Drumbele[209], herr von Pelitzo, herr von Bussy[210], der obrist anmirald[211] graff von Bömund, künigs stalmaister ein graf von Galytz[212], der obrist marschalckh.
Gefanngner bis in die 7000, Frantzesisch, Aidgnos, lanntzknecht, geraysigen, alles zesamen.