[20] Ueber das kostbarste der dortigen Meßgewänder, die goldene Casel in Zarnowitz, habe ich in Nr. 21 des Organs für christliche Kunst von 1867 genauer berichtet.

[21] Vgl. A. Hinz, die Oberpfarrkirche St. Marien und deren Schatz an mittelalterlichen Paramenten. Eine Vorlesung. (Danzig, 1865.)

[22] Es wäre sehr wünschenswerth, daß eine Publication des ganzen Paramentenschatzes in Farbendruck, nach Art der Tafeln zu Bock’s Geschichte der liturgischen Gewänder, zu Stande käme. Wo ist ein Verleger dafür?

Danzig.

K. Bergau.

[23] Ich hatte kurz zuvor diese Ausgabe, ein durchaus wohlerhaltenes und vollständiges Exemplar, erworben aus dem Antiquariat Heerdegen zu Nürnberg, zugleich mit Zincgref’s Apophthegmen. Straßb., 1626. 8. und J. G. Seybold’s Viridarium. Norimb. 1677. 8. zusammen um die Summe von — 1 Gulden und 30 Kreuzer. Es nahte sich gerade damals der Wendepunkt der goldenen Zeit der Bibliophilen, und Kreuzer und Groschen verwandelten sich seitdem in Guldenstücke und harte Thaler — für die Herren Antiquare. Damals boten noch an Butsch zu Augsburg (1842) Kirchhof’s Wendunmnth. Frankf., 1589. 8. zu 48 kr., Seligsberg zu Bayreuth (1842) Erasmi Chiliades. Francof. 1599. 2. zu 36 kr., desgl. Zincgref’s Apophthegmen. Leyden, 1644. 12. 2 Theile zu 36 kr., Müller zu Gotha (1841) Erasmi Adag. Epit. Leyd. 1663. 8. zu 6 Gr., Thoma zu Nürnberg (1840) J. Camerarii Symbola. Mog. 1668. 8. zu 9 Groschen, Heerdegen zu Nürnberg im gleichen Jahre Chr. Lehmann’s Chronik d. Reichsstadt Speyer. Franckf. 1612. 2. zu 48 kr., und im Jahre 1802 begnügt sich Val. Cammerer zu Erlangen für Schottelii Haubtsprach. Braunschw. 1663. 4. mit 36 kr., Rollenhagen’s Froschmeuseler. Magdeb. 1608. 8., oder die Gestriegelte Rockenphilosophie. Chemnitz, 1718. 8., oder Balth. Schuppii sämmtl. Schriften. Franckf. 1701. 8. mit 15 kr. und für Sebast. Franck’s Sprichwörter. Zürich, 1545. 8. gar mit 12 kr. Tempi passati! — Wozu aber diese Note? Sie will nur andeuten, welche materiellen Schwierigkeiten ein Forscher der Gegenwart, der nicht immer ein Crösus ist und häufig fern von größeren Bücherschätzen lebt, bei proverbialen, ein überaus großes und verschiedenartiges Material erheischenden Untersuchungen zu bewältigen habe, und daraus resultierend, mit welcher Nachsicht, wie bei vorliegender Frage, ein Irrthum oder richtiger ein Uebersehen von Seiten eines gewiegten und verdienten Forschers zu beurtheilen sei.

[24] Daß diese sogar in einer Ausgabe (o. O. 1541) nicht 749, sondern „746“ laute, ist mir nicht unbekannt; allein es beruht auch dies auf einem offenbaren Druck- (vielmehr Setz-) Fehler: die unmittelbar vorangehende Numerierung in derselben ist:... „746“. „747“. „748“.

[25] Es ist selbstverständlich, daß mir manche Hülfsmittel mögen fremd geblieben sein, und ich möchte in dieser Beziehung die Aufmerksamkeit auf eine mir gleichfalls verborgene Quelle lenken, auf die mich die Güte meines verehrten Freundes Ottow hingewiesen, die: „Bibliotheca Cypriana, sive catalogus librorum... quos E. Sal. Cyprianus sibi conquisivit“. „Da Cyprian die reichhaltigste Sammlung von Agricola’s Schriften besaß, so möchte, fehlt die Ausgabe dort, die Angabe Nopitsch’s wol irrig sein.“

[26] Wir verdanken dieselben der gütigen Mittheilung eines Verwandten der Familie, des Herrn Ober-Regierungsrathes Juncker von Oberconreid zu Gumbinnen.

[27] Mutz, Stutzschwanz.