[124] Zwehel, Handtuch; Schm. IV, 304.

[125] Küpferling, kupfernes Wassergefäß; Schm. II, 320. „Pfui aus mit dem Küpfferling, der Schwaben willkomm!“ Fischart, Gargantua, Scheible, p. 176.

[126] Ofenhafen; Schm. II, 171.

[127] Das german. Museum hat schon längst auf diesen, die Kulturgeschichte tief berührenden Gegenstand aufmerksam gemacht. Der Aufsatz über die kriegswissenschaftlichen Werke des 15. und 16. Jahrh. (Anzeiger 1857, Sp. 401) hat auf die Bedeutung der handschriftlichen Literatur über diesen Zweig hingewiesen, die an Brauchbarkeit theilweise den späteren Drucken voransteht. Eine fernere Anregung gab v. Retberg’s Mittheilung über den Münchener Codex Germ. 600. Die Zeughausregister und sonstige urkundliche Mittheilungen liefern mancherlei werthvolle Beiträge. Es würde allerdings Sache der militärischen Blätter sein, auf diesem Gebiete, das ja ebensoviel militärisches als kulturgeschichtliches Interesse hat, etwas mehr zu thun, und in Verbindung mit der Kriegsgeschichte den Einfluß festzustellen, den die Veränderung der Waffen jeweils auf Taktik und Befestigungskunst ausgeübt hat. Die geringe Aufmerksamkeit, welche die militärische Literatur dem Gegenstand widmet, hat wol neben der großen Aufmerksamkeit, welche die jetzige Umgestaltung des Waffenwesens in Anspruch nimmt, ihren Grund darin, daß das Material in Deutschland sehr zersplittert ist und daß noch immer das an’s Licht gezogene nicht ausreicht. Wir können nicht umhin, bei dieser Gelegenheit Herrn Major Toll und in Bezug auf Befestigungskunst Herrn Oberst v. Cohausen unsere Anerkennung auszusprechen. Auch die Herausgeber der deutschen Städtechroniken haben in dankenswerther Weise diesem Gegenstand ihre Aufmerksamkeit zugewendet. Die historischen Vereine finden wol leicht Gelegenheit, der Wissenschaft durch Veröffentlichung von Waffen und der darüber vorhandenen Urkunden gute Dienste zu leisten. Der „Anzeiger“ ist zur Aufnahme diesbezüglicher Artikel gerne geneigt.

[128] Es ist freilich sehr bedenklich, nach ähnlichen Manuscripten direkte Schlüsse auf die Größe der einzelnen Objekte zu machen. So ist allerdings ein Theil der Geschütze im fraglichen Münchener Codex als Steinbüchsen zu betrachten und daher größeres Kaliber anzunehmen. Die Fig. 17 b, auf die wir sofort zurückzukommen haben, zeigt einen Thurm, der so klein gegen das Geschütz sich herausstellt, daß man eben so leicht annehmen kann, daß das Geschütz, der Figur gegenüber, zu klein gezeichnet sei. Daß die Geschosse steinerne sind, geht aus dem Text hervor. Doch ist eine große Steinbüchse, wie sie in Deutschland seit 1380 vorkommen, nicht dabei.

[129] Eine Figur des Manuscriptes hat eine eigentliche Handröhre, die an den sofort zu besprechenden Schießprügel erinnert.

[130] Von dem Ursprung und den ersten Fortschritten des heutigen Geschützwesen durch den Ritter J. B. Venturi etc., übersetzt von F. A. Rödlich. Berlin, 1822.

[131] Die Figur zeigt, daß diese Waffen, wie schon aus ihrer Form hervorgeht, nicht an die Wange angelegt wurden, sondern daß der Schütze sie in der linken Hand vor sich hielt. Aehnlich ist auch die Handfeuerwaffe im Münchener Codex germ. 600 fol. in der Form; auch sie hält der Schütze dort schräg in der Hand vor sich.

[132] Die Metzger-Innung war in dem großen Aufruhr v. J. 1349, in welchem die Handwerke den alten Rath aus der Stadt verjagt hatten, demselben treu geblieben; zur Anerkennung hiefür erhielt sie, nachdem der Aufstand unterdrückt worden, von Kaiser Karl IV. die Erlaubniß, zu jeder Fastnachtzeit einen öffentlichen Maskenzug und Tanz zu halten. Aus gleicher Ursache hatten auch die Messerer die Erlaubniß zu einem Tanz erhalten.

[133] Dorf mit Pfarrkuratie, ungefähr eine Stunde von Wertheim, auf rechter Mainseite. Der Ort wird 1146 zuerst erwähnt (Ussermann, S. 380) und besaß bereits damals eine Capelle. S. über denselben auch Reg. Bav. vol. X, 322. Aschbach, Gr. v. Wertheim I, 289. Reininger im Arch. d. hist. Vereins zu Würzburg, Bnd. XVIII, 93 u. A.