[231] Abgebildet bei Römer-Büchner a. a. O., Taf. II, Fig. 2.

[232] Der Abguß des Grabsteins im germanischen Museum ist Geschenk Sr. Majestät des Kaisers Franz Joseph I. von Oesterreich.

[233] Die Doppeladler an der Bamberger tunica imperialis K. Heinrich’s II. (1002–24), abgebildet bei F. Bock, Gesch. d. liturg. Gewänder d. Mittelalt. II, Lief. II u. III, S. 281 u. 282 — selbst die richtige Zutheilung dieses Gewebes vorausgesetzt, — gehören wol ebenso in die Ornamentik, wie der Doppeladler auf der Cassette König Ludwig’s des Heiligen von Frankreich; (E. Ganneron, „la cassette de Saint Louis etc.“ 1855, Pl. IV, Sig. IV).

[234] Rudolf ist, soviel bis jetzt bekannt, der erste deutsche König, der ein Wappensiegel führte; auf seinem Secretsiegel IV. A. 1 von 1277 ist aber der einfache Adler zu sehen.

[235] Auf dem Grabmale der 1281 verstorbenen K. Anna im Münster zu Basel befindet sich ein einfacher Adler in der gewöhnlich heraldischen Form jener Zeit (v. Hefner-Alteneck, a. a. O., I. Taf. 67). Nach Jacob Burckhardt soll das jetzige Monument aber erst nach dem Erdbeben v. J. 1356, welches den Chor des Münsters zerstörte, verfertigt worden sein (s. die Beschreibung der Münsterkirche in Basel, 1842, S. 18). Dafür spricht die Form der Dreieckschilde. Auch v. Hefner-Alteneck bezweifelt die Gleichzeitigkeit desselben. Da jedoch anzunehmen ist, daß K. Rudolf seiner Gemahlin noch selbst ein Denkmal setzen ließ, so möchte das jetzige eine Copie des ursprünglichen sein.

[236] Gewiß nach dem Steine, von dem Ottokar von Horneck berichtet; denn dem Charakter der Figur, dem Kostüme und der Form der Buchstaben nach gehört das Original des Bildes dem Ende des 13. Jahrhunderts an.

[237] Zum Behufe dieser Abbildung ließ ich, um ganz sicher zu gehen, einen Gypsabguß des Originals fertigen. Auf demselben befand sich nun, zu meinem Erstaunen, auf der Brust des Adlers eine kleine, erhabene Figur in der Form eines Hermelinschwänzchens oder ausgezackten Blattes oder dergleichen, welches heraldische Curiosum mich veranlaßte, den Abguß mit dem Original noch selbst ganz genau zu vergleichen. Und siehe da, auf dem Original war keine Spur davon zu finden! Es muß daher wol in die noch weiche Form sich zufälliger Weise irgend ein Gegenstand eingedrückt und diesen Fehler im Abgusse veranlaßt haben. Also selbst auf Abgüsse kann man sich nicht immer unbedingt verlassen! Das mahnt zur Vorsicht.

[238] So tief dürfen wir unsere „edle Heroldskunst“ doch nicht stellen!

[239] Johann Friedrich Böhmer; s. dessen „Leben, Briefe und kleinere Schriften“, herausgegeben von Janssen III, 453 ff.

[240] Diese 1848 erschienene und wol nur im Drange der damamaligen Verhältnisse schnell entworfene kleine Schrift enthält neben einigen heraldischen Unrichtigkeiten wenig Neues und würde schwerlich von ihrem gelehrten Verfasser in ihrer ursprünglichen Form wieder veröffentlicht worden sein.