Auf der nämlichen Wandfläche steht noch: hic pro oculis alter pro capite.

Ueber Wandgemälde, die bisher theils wegen der argen Verwitterung, theils wegen der schweren Zugänglichkeit nicht beachtet worden sind, zu reden, behalte ich mir für später vor. Zugleich werde ich mich dann über die Ansicht Dr. D. Schönherrs äußern, der in der „harnasch kamer, gnannt Neythart“ jenes Gemach im obersten Stockwerke der Baumannswohnung zu erkennen glaubt, dessen Malereien unter anderen einen Reihentanz und ein Ballspiel zur Darstellung bringen; (s. seine Schrift: das Schloß Runkelstein bei Bozen. Mit einem Inventar des Schlosses von 1493, S. 16). Ich kann mich derselben nicht anschließen.

Innsbruck.

Oswald Zingerle.


Eine Glockeninschrift aus einem lateinischen Hymnus des Mittelalters.

Maria, Mater gratiae,

mater misericordiae,

tu nos ab hoste protege,

in hora mortis suscipe.