Berlin.

Wattenbach.


Jagdscene des 14.-15. Jahrhunderts.

Wir geben hier in der Größe des Originals aus unserer Hagada eine Scene wieder, die dem Leben entnommen ist, wie es sich in vornehmen Kreisen abspielte, eine Jagdscene, da ja die Jagd die Lieblingsbeschäftigung jener Kreise war. Die Hunde halten bereits den Hirsch fest, und der Jäger bläst in sein Horn. Er hat den Bogen als Waffe bei sich. Ein Häschen schaut über den Hügel hervor. In den Bäumen unterhalten sich die Vögel des Waldes, die ja so viel zur Poesie der Jagd beitragen, und ohne die der Aufenthalt im Walde nicht jenen Reiz haben könnte, der so verlockend ist. Es ist gerade die Aufnahme der Vögel in dem Bilde besonders charakteristisch. Wie die Dichter, so zeigt uns auch hier der Maler, daß unsere Voreltern den Wald nicht ohne Vögel sich denken konnten, daß schon sie wesentlich um des Gesanges willen den Wald liebten. Die Scene stellt Esau dar, der aus der Jagd ist, die seine Sinne gefangen nimmt, während zu Hause Jacob den väterlichen Segen statt seiner empfängt.

Nürnberg.

A. Essenwein.


Zur Geschichte der musikalischen Instrumente.