Neben den genannten hervorragenden Persönlichkeiten wird noch Alexander v. Würtemberg I, 3 erwähnt, der im vorhergehenden Jahre als kaiserl. Feldmarschall in der Schlacht zu Peterwardein und darauf bei der Einnahme von Temesvar Treffliches geleistet hatte; III, 3 bezieht sich auf dessen Theilnahme am Kampfe um Belgrad, in welchem er die Infanterie im Centrum befehligte. Die Erstürmung dieser Festung durch Max Emanuel als Oberkommandierenden des kaiserl. Heeres war am 15. August 1688 erfolgt.
Das letzte Lied nun schlägt in jeder Beziehung einen ganz andern Ton an. Da erscheint plötzlich gewaffnet Cupido, der mit seinen Pfeilen eine Schildwache attaquiert. Nächst dem ersten scheint mir dies das gelungenste zu sein. Zum Titel muß ich noch bemerken, daß die Melodie dem Texte nicht beigesetzt ist.
Das erste Lied.
1) Jaͤgerl bist drina / mein[130] komb a kleine Weil heraus / thue dich nit lang bsinna gengma[131] ins Wirthshauß / trinck ma beym Adler / sauffen dort / ist nur glei a Freud / trinck ma a Maͤßl / vergeht uns (die) Zeit.
2) Meinthalbn kombst glei recht / hab zu dir hinunter woͤlln gehn / han dich wol gseha beym Thomerl stehn: Bue du kanst loͤsen/ es hat unser Peta Steffel / Muͤllna Bue / aus Ungarn gschriba / was sagst du darzue.
3) Was werd ich sagn / schreibt halt daß unser Printz der Held / und Alexander vorm Jahr im Feld / so tapffer gfochten: das wißma ohn alles schreibn schon / das Printz Eugeni ein tapffrer Mann.
4) Was mainst mein Brueda / ich denckma offt haimbla bey der Nacht / daß halt so graußla[132] muß seyn bey der Schlacht / ich waiß wies zugeht / wann die Baurnbuebn raffa[133] mit einand / ich kam vor Schroͤcka glei von Verstand.
5) Namla[134] ists graußla / schlagn da wie der Donner alle drein / fertn habs gseha zu Peterwardein / hoier wirds erst stincken / wann die Roßschwaiff her hencken / bitt umb Gnad / bleib da Strick / Tuͤrck dir / und uns Belgrad.
6) Jaͤgerl geh bring maß[135] / gsunds Printzen[136] / alle Herren Officier / es leben die Reuta / und Musgatier / es sieg Eugeni / (got) staͤrck seine Waffen / es gruͤne seine Treu / Belgrad lebt nun von Türcken frey.
Das ander Lied.