Halbe Originalgröße. Aus den Handzeichnungen des german. Museums. Nr. 19 u. 102.
Das zweite Gefäß ist [eine Vase], aus einer Cocosnuß hergestellt, welche auf der Zeichnung braun schattiert ist, während die silberne Fassung ebenfalls mit Neutraltinte schattiert, theilweise aber leicht gelb angelegt ist, so daß man ersehen kann, daß sie theilweise vergoldet werden, zum Theile die Naturfarbe des Silbers behalten sollte; die Zeichnung ist jener des vorhergehenden Blattes verwandt, doch wol nicht von derselben Hand. Das Blatt trägt in unserer Sammlung die Nummer 102.
Getuschte Federzeichnungen zweier Nautiluspokale. 16.-17. Jahrh.
Halbe Originalgröße. Aus der Sammlung der Handzeichnungen des germanischen Museums. Nr. 109 u. 111.
Mit Tusche leicht schattiert und somit ohne Angabe des Materials sind die beiden Zeichnungen [Nr. 109 und 111], zwei Gefäße darstellend, die aus Nautilusmuscheln hergestellt werden sollten, welche am Schlusse des 16. und im 17. Jahrh. häufig zu Gefäßen verarbeitet wurden, die mehr Schaugefäße waren, als eigentliche Gebrauchsgegenstände. Das erste derselben hat einen Deckel mit einer liegenden weiblichen Gestalt, die, nackt, blos mit einem Federdiadem auf dem Kopfe und ein ähnlich ausgestattetes Scepter in der linken Hand, Ketten und Ringe auf der Brust und an den Armen, in der Rechten eine kleine Nautilusmuschel trägt. Es soll wol eine allegorische Darstellung, und zwar jene von Amerika sein, während ein Bewohner dieses Landes es ist, der, in der Rechten ein Ruder haltend, mit der Linken einen großen Fisch schleppend, auf dem gebückten Rücken das Gefäß trägt, das in ornamentale Spangen von Metall gefaßt, an der Mündung mit Metallrand versehen ist. Das zweite Gefäß hat keine Metallfassung und ruht nur auf zwei auf einem Postamente stehenden Schwänen.
Nürnberg.
A. Essenwein.