Ihm zu Ehrn, wagt gros Gelt darauff,
Welchs also zierlich wird gemacht,
Nicht bald dergleich ist so erdacht,
Als es dieser Herr Breutigam
Durch seine Kunst macht lobesam.
Das zuletzt erwähnte Werk ist jenes von mir schon geschilderte Epitaphium des Melchior von Redern († 1600), welches auf Kosten der Witwe Katharina, geb. Gräfin Schlick, ausgeführt und 1610 in Friedland aufgestellt wurde. Die Kanzel der Oelser Schloßkirche wurde auf Kosten des Herzogs Karl II. von Münsterburg-Oels 1605 gearbeitet (Sinapius, Olsnographia II.) Von sonstigen Denkmälern ist mir nichts bekannt.
Den wahren Familiennamen des Künstlers kennen wir nicht; sein Vater heißt Heinrich Gerhard also Hendrik Geritzoon[247]. Unser Meister nennt sich Gerhard Heinrich also Gerit Hendrikzoon. Auch die Mutter Margaretha Wilhelmine wird Margaretha Willemsdochter ursprünglich geheißen haben. Der Vater hat die Niederlande gegen 1572 verlassen, ist bis 1578 in Kiel gewesen und hat dann bis 1585 in Danzig gelebt. Die zwei Jahre 1585–1587 scheint Gerhard Heinrich auf Reisen in Frankreich, Italien, Deutschland zugebracht zu haben. Er lebte seit 1587 in Breslau und ist etwa 1615 gestorben. Seine Witwe heiratete wieder am 15. Februar 1616.
Breslau.
Alwin Schultz.