Vz disem elelende[258] in das ewige rich

Czu den iuncvrouwen suberlich.[259]

Bunzlau.

Dr. Ewald Wernicke.


Zur Familiengeschichte des Veit Stoß.[260]

Von den zahlreichen Nachkommen des berühmten Bildschnitzers ist bisher der bekannteste Meister Florian der Goldschmied in Görlitz. Um dessen derangierten Verhältnissen aufzuhelfen, wandte sich der dortige Magistrat 1525 an den Vater zu Nürnberg in einem Briefe, von dem uns das Concept im Missivenbuche von 1523 erhalten ist. Es lautet:

An Veit Stoss,
bildhawer zu Nürnberg.

Vnsern freuntlichen dinst zuvor. Ersamer, fursichtiger, besonders gunstiger freund. Euer schreyben vnd beger, belangende Florian Stoss, euern son, mit seinen gleubigern zu handeln, vnd euch die summen, wes er zu en (ihnen) schuldig bleybt, zu schreyben, denn wollet ir euch mit freuntlicher antwort gen denselben lassen vornehmen, an vns gethan, haben wir vorstanden vnd durch vnsere ratsfreunde mit seinen gleubigern vnd ime handeln lassen vnd befunden, das er dem ersamen, vnserm miteldisten (Mitältesten) Joh. Arnold[261] xiiii flor. schuldig, darneben auch andere kleine schulde, also das dy gantze summa seiner schulden auf der part (Parteien) antzeigen xl flor. Rh. befunden ist. Derwegen bitten wir freuntlich, wollet gemeltem eurem sone hirzune (hiezu) hülfflich erscheynen, damit er widder beym volcke glauben (Credit) bekome vnd sich dister bas (desto besser) habe zu nehern (nähren). Das wir euch vff euer beger nicht haben wollen vorhalden (vorenthalten); denn euch freuntlich zu dienen, thuen wir gerne. Datum 5ta post Quasim. (27. April) 1525.