1) Die Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis ins 16. Jahrhundert. Bd. XVI. — Die Chroniken der niedersächsischen Städte. Braunschweig, zweiter Band.
2) Briefe und Akten zur Geschichte des sechzehnten Jahrhunderts mit besonderer Rücksicht auf Bayerns Fürstenhaus. Zweiter Band. — Beiträge zur Reichsgeschichte 1552. Bearbeitet von Aug. von Druffel.
3) Geschichte der Wissenschaften in Deutschland. Neuere Zeit. Band. XVIII. Erste Abtheilung. Geschichte der deutschen Rechtswissenschaft von R. Stintzing. Erste Abtheilung.
4) Die Recesse und andere Akten der Hansetage von 1256–1430. Bd. V.
5) Forschungen zur deutschen Geschichte. Bd. XX.
6) Allgemeine deutsche Biographie. Lieferung XLVII.-LVI.
Andere Werke sind bereits im Drucke, so daß sie im Laufe des nächsten Jahres werden veröffentlicht werden können. Wie schon so oft mit Dank erkannt ist, erwächst allen Arbeiten der Commission eine außerordentliche Förderung durch die große Liberalität und Bereitwilligkeit, mit welcher dieselben von den Vorständen der Archive und Bibliotheken unterstützt werden.
Das große Unternehmen: „Geschichte der Wissenschaften in Deutschland. Neuere Zeit“, welches die Commission so lange Zeit beschäftigt, wird in wenigen Jahren zum Abschluß kommen. Von der Geschichte der Jurisprudenz, bearbeitet vom geheimen Justizrath von Stintzing in Bonn, tritt die erste Abtheilung jetzt in die Oeffentlichkeit und wird ihr bis 1882 die zweite weniger umfängliche Abtheilung folgen. Im Laufe des nächsten Jahres hofft man die Geschichte der Historiographie und die Geschichte der Geologie publizieren zu können, denen sich dann unmittelbar die Geschichte der klassischen Philologie anschließen wird. Für die Geschichte der Kriegswissenschaften ist es gelungen, jetzt in Major Max Jähns in Berlin einen in allen Beziehungen geeigneten Bearbeiter zu gewinnen, und wird die Vollendung dieser Abtheilung bis zum Jahre 1884 in Aussicht gestellt.
Von der durch Professor C. Hegel herausgegebenen Sammlung der Deutschen Stadtchroniken ist der 16. Band erschienen, welcher den 2. Band der Braunschweiger Chroniken in der Bearbeitung des Stadtarchivars Hänselmann bildet. Es ist damit das ungedruckte Material, welches Letzterer zu bearbeiten übernommen hat, noch nicht völlig erschöpft; eine Paraphrase des Schichtspiels, Berichte über die Stadtfehden von 1492–1493, Diarien über die Belagerung von 1553 sind einem dritten Bande vorbehalten, der überdies eine Helmstädter Chronik von Hennig Hagen bringen wird. Im kommenden Jahre wird die vom Herausgeber selbst unter Beihilfe von Dr. Rob. Pöhlmann und Dr. Albr. Wagner bearbeitete Chronik „von alten Dingen zu Mainz“ aus der Mitte des 15. Jahrhunderts gedruckt werden. Mit der Bearbeitung der Lübecker Chroniken ist Dr. Koppmann beschäftigt.
Die Arbeiten für die deutschen Reichstagsakten haben sich auch im verflossenen Jahre auf die Perioden König Ruprechts und Kaiser Sigmunds concentriert. Für den vierten Band, mit welchem die Akten aus König Ruprechts Zeit beginnen werden, ist besonders Professor J. Weizsäcker, der Leiter des Unternehmens, unter Beihilfe von Dr. E. Bernheim und Dr. Friedensburg thätig gewesen. Der vierte Band der Reichstagsakten ist im Manuscript vollendet, und der Beginn des Drucks nur durch äußere Umstände verzögert. Für den achten Band, welcher die Akten aus König Sigmunds Zeit fortführen wird, sind aus den deutschen Bibliotheken und Archiven, wie aus Rom, noch zahlreiche Ergänzungen gewonnen worden. Direktor Schmidt in Halberstadt verdankt man den kritisch festgestellten Text einiger für den Nürnberger Reichstag von 1422 wichtigen Abschnitte des Eberhard Windeck. Im Ganzen sind die Arbeiten auch für den achten Band so weit vorgeschritten, daß im nächsten Jahre der Druck desselben wird beginnen können.