181) In Volxheim (Rheinhessen) wurde bei einem Hausbau jüngst ein beträchtlicher Münzfund gemacht. Beim Tieferlegen eines Kellers stieß man auf drei schlichte Thongefäße, welche Hunderte von Silbermünzen mittlerer und ganz kleiner Ausprägung, sowie drei Goldgulden enthielten. Die Münzen stammen alle aus der Zeit vom Ende des 15. Jahrhunderts bis um 1520; ein Maxd’or war von 1477. Da es lauter gangbare Münzen waren, so ist mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß sie das Baarvermögen des früheren Besitzers ausmachten, welcher sie wol in den Zeiten des Bauernkrieges vorsichtig verbarg, aber ihres Besitzes nicht mehr froh wurde.

(Correspondenzbl. d. Gesammtver. d. deutsch. Geschichts- u. Alterthumsvereine, Nr. 9.)


Verantwortliche Redaction: Dr. A. Essenwein. Dr. G. K. Frommann.

Verlag der literarisch-artistischen Anstalt des germanischen Museums in Nürnberg.


Gedruckt bei U. E. Sebald in Nürnberg.


Fußnoten:

[1] Herr Professor W. Crecelius in Elberfeld theilt uns zu Sp. 290 des Anzeigers mit, daß in der Ausgabe des Elementale introductorium von Trebellius „Impressum Witteenburgii per me Joannem Gronenbergensem. Anno MD. VIII“. die fraglichen Tischgebete nicht stehen.