[9] Beilager, Hochzeit.
[10] Im weiß und blau gespaltenen Schilde ein blauer halber Adler in der weißen, und ein weißer solcher in der blauen Hälfte; auch hier erscheinen die charakteristischen Knöpfe an den Schwänzen und die Bärte, ganz wie auf unserem Siegel.
[11] Ein merkwürdiges Beispiel mittelalterlicher Schraffierung, welche zufälliger Weise mit der bekanntlich erst aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. stammenden und erst im 18. Jahrh. allgemeiner verbreiteten Erfindung der bestimmten Bezeichnung der Metalle und Farben übereinstimmt, ist das Siegel des Grafen Bertold von Heiligenberg v. J. 1271, auf welchem die schwarze Stiege (scala santa?) gegittert schraffiert ist im glatten, weißen Felde, wogegen sie auf dem Siegel des Grafen Bertold v. J. 1254 punktiert erscheint. Auf den ältesten Zollern’schen Siegeln sind 2 Felder des schwarz und weiß quadrierten Wappens punktiert, später meist gegittert, seit der Mitte des 14. Jahrh. dagegen häufig nur erhaben u. vertieft graviert. Auf den Castell’schen Siegeln ist das roth und weiß quadrierte Wappen im 13. Jahrh. ebenfalls verschieden schraffiert; z. B. i. J. 1224 sind 2 Felder punktiert und 2 mit schrägen Kreuzen schraffiert; i. J. 1288 2 gegittert mit Punkten; i. J. 1311 schräg gegittert mit Punkten und im 14. Jahrh. meist nur erhaben und vertieft. Letztere Art der Unterscheidung der Tinkturen war im Mittelalter jedenfalls die gewöhnlichste auf allen plastischen heraldischen Darstellungen.
[12] umringen, einschließen.
[13] Vor diesem Briefe steht eine „Neue und wahrhafte Relation — eine erstaunliche Niderlag von 100000 Tirggen — des großen Einfalls so in den Tirgischen Ländern von denen zwen fürsten Josophat und Stephann Dinghil beschöchen mit ein Bekhumung dreyer großen Vestungen als Zäbelech, Zerbit und Gegändebur mit einer Niderlag von 100000 in Stückhe zerhauter Tirgen, eingeloffen den 2. Juny 1684.“
[14] Heffner, die ehemaligen Domherrnhöfe in Würzburg (Archiv d. histor. Vereins für Unterfranken XVI, p. 183 ff.).
[15] Handzwehle, Handtuch. Schmeller II, 1176.
[16] borschet, borset = wursaten, aus Wursat, einem halbseidenen Stoff, gefertigt. Schm. II, 1003 f.
[17] nelkenfarbig.
[18] häsen, von Hasenpelz.