1880.
Nº 4.
April.
Wissenschaftliche Mittheilungen.
Margareta von Schwangau, Gemahlin Oswalds von Wolkenstein.
(Schluß.)
II.
Mein dinst wist Lieber Jorig, ich han vernummen wye ich in den ostern feiertagen haim hyn sol gan (gen) Hawenstain nu wais du wol das mir nit wissenleichen ist was man von yeder man entlehent hat da mit doch yettlesch an sein stat kaͤm da mit das wir kain nach ret haͤtten. Vnd ich waͤr wol daran dich schikaͤt dein herr selbert herain da mit das als an sein stat kam vnd was deines herren maynung sein was ich tuen sol hye alder (oder) czu hawenstain des wil ich also willig sein cze tuen Vnd sag mir deinem herren ich hab anders kain vorgeer wenn[48] denn christel narren wenn[49] der sneider nyemer hinen wolt peleiben Vnd der geier hacht vast das holcz auf. Vnd wenn des weins nyemer sey ob ich denn roten sol anczäpfen das liest du mich ouch her wider ein wissen lieber jörig vnd la dir deinen herren enpholchen sein das wil ich trewleich vmb dich verdienen Vnd schick mir denn ring der da ist von dem oswolt goltswit (!) vnd sichk (!) mir pein dem[50] richter von meran Vnd la dirs enpholchen gen dem pächlen des solt du genyessen Ouch las ich dich wissen das mir der purgkraff ab tyrol dye pharet[51] nit geleichen mag in den ostern feiertag wenn[52] er vnd sein weib auf nös wellen vnd möcht er mir den maul[53] geschiken wer der klain oder gros das säch ich vast[54] gerne vnd lieber jorig vnd last es mich agenkleich[55] alsant wissen wye ich mich halten sol das wil ich also tuͤen pein dem richter her wider ein Geben an meran des nagsten eritag[56] vor sand (......)tag ann domini xliiiiio.
Dem erberen vnd weisen Margret von wolchen stain.
jorigen meinem diener.