Archäologische Wanderungen durch Kirchen des Kreises Jerichow. I. Von Wernicke. — Die Baugeschichte der Stadtkirche zu Gr. Salze bei Magdeburg. Von F. O. Müller. — Hochzeitsgebräuche des Magdeburger Landes. (Forts.) Von Ph. Wegener. — Zur Geschichte der edlen Herren von Barby. Von F. Winter. — Nachlese zu den Urkunden des Klosters U. L. Fr. Von Dr. G. Hertel. — Miscellen. Von Dr. Zurborg u. Th. Stenzel. — Literatur. — Vereins-Chronik.

Mittheilungen des Vereins für Anhaltische Geschichte u. Alterthumskunde. Zweiter Band, 4. Heft. Dessau, 1879. 8.

Ein Anhaltischer Kohlhaas. Von O. v. Heinemann. — Die frühesten urkundlichen Erwähnungen von Ortschaften Anhalts. Von Th. Stenzel. — Rehbergs Antheil an den Erwerbungen des Herzogs Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau für die Wörlitzer Kunst-Sammlungen. Von F. Siebigk. — Ueber Anhaltische Volksmundarten. Von Dr. H. Wäschke. Vermischtes. Von W. Hosäus. — Nachtrag zu dem im 3. Hefte dieses Bandes d. Mitthlgn. veröffentlichten Aufsatze: „die Alterthümer Anhalts“. Von G. Stier. — Ein älteres Shakespeare-Bildniß im Gothischen Hause zu Wörlitz. Von W. Hosäus. — Vereinsnachrichten.

Bremisches Jahrbuch. Herausg. von der historischen Gesellschaft des Künstlervereins. Zehnter Band. Bremen, 1878. 8.

Vereinsangelegenheiten. — Bremen und die Synode zu Dordrecht. Von J. Fr. Iken. — Die Anfänge des Anschariikapitels und die Bremische Kirchspieleintheilung. Von Dr. W. von Bippen. — Zur Geschichte der älteren Handelsbeziehungen Bremens mit den Ver. Staaten von Nordamerika. Von Dr. M. Lindemann. — Kleinere Mittheilungen. —


Literatur.

Neu erschienene Werke.

6) Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit von Georg Muck, Pfarrer in Poppenreuth, vormals in Heilsbronn. I. Band. Mit 3 Abbild. Nördlingen, C. H. Beck’sche Buchhandlung. 8. XVI. u. 642 Stn.

Einen wichtigen Beitrag zur Geschichte Frankens bietet das Werk, dessen erster Band uns bereits vorliegt, und von welchem noch zwei weitere Bände erscheinen sollen. „Drei Bände über einen so kleinen Marktflecken“? dürfte wol mancher Leser sich fragen. Sein Bedenken wird sich aber bald heben, wenn er erfährt, daß es sich hier nicht allein um die Geschichte des Cisterzienser Klosters Heilsbronn handelt, welche bekanntlich für sich schon des Merkwürdigen außergewöhnlich viel enthält, sondern auch um die von weit über hundert Ortschaften, die ehemals dem Kloster unterthan waren und in ihrer Gesammtheit den Umfang eines Fürstenthums erreichten. Gar viele der Bewohner dieser Orte werden sich freuen, hier Nachrichten über ihre Urgeschichte zu erhalten, von denen sie sonst nie ein Kenntniß hatten, auch nicht haben konnten. Was aber die Geschichte des Klosters selbst betrifft, so darf vor allem nur erwähnt werden, daß in der dortigen, nun prachtvoll restaurierten, ehemaligen Klosterkirche die Gräber der Urahnen unseres erhabenen, vielgeliebten Kaiserhauses, daß daselbst auch eine größere Anzahl Kunstdenkmale bezüglich Architektur, Malerei und Skulptur sich befinden, daß ferner in diesem Kloster von seiner Stiftung an bis zur Reformationszeit sämmtliche deutsche Kaiser bis auf einen sich einfanden, ebenso viele Burggrafen, Kurfürsten, Markgrafen und sonstige vornehme Herren von geschichtlicher Bedeutung, endlich daß die Kunstdenkmale Urkunden und Aufzeichnungen, Klosterbibliothek u. s. w. ziemlich wohl sich erhalten haben, da sie von Brand und Krieg verschont geblieben. Kurz, es ist dieses Werk eine wahre Fundgrube von zum Theil noch nicht bekannten historischen Thatsachen und außerdem ein inhaltsreicher Beitrag für die Kultur- und Kirchengeschichte.