Zwei alte Stammbücher in der fürstlichen Kunst- und Alterthumssammlung im Kaisersaal zu Neuenstein. Vom Fürsten F. K. zu Hohenlohe-Waldenburg, Durchl. — Der Zuckmantel bei Oehringen. Von F. G. Bühler. — Wendel Hipler, als Hohenlohischer Kanzler und seine Bedeutung im Bauernkriege in Franken anno 1525. Von dems. — Der Tod des Grafen Albrecht von Hohenlohe. Von Rektor Boger. — Einige Inclusoria in der Gegend von Mergentheim. Von Pf. Bossert. — Beiträge zu den Oberamts-Beschreibungen des Frankenlands. Von dems. — Michael Beheim. Von Pf. Caspart. — Die Familie Bühler (von Bühler). Von E. E. Georgii-Georgenau. — Ergänzungen zur Genealogie des Hauses Hohenlohe. Von Pf. Bossert. — Anfrage. — Urkunden und Urkunden-Auszüge. Von Pf. Bossert. — Die ältesten in Stein gehauenen Wappen des Hauses Hohenlohe. Vom Fürsten F. K. zu Hohenlohe-Waldenburg, Durchl. (Mit Abb.). — Kleinodien aus der Weinsberger Erbschaft nach dem Bekenntniss Graf Johanns von Hohenlohe. Von Pf. Bossert. — Das Gebetbuch des Grafen Georg Friedrich von Hohenlohe. Von dems. — Drei alte Kirchen-Inschriften. Von Pf. Caspart. — Die Inschrift der Kirche zu Weinsberg. Von F. Mauch. — Vereinsnachrichten.

Register über die Zeitschrift dess. Vereines. Band I-IX, oder die Jahrgänge 1847–1873. Stuttgart, 1877. 8.

Blätter für Münzfreunde. Numismat. Zeitung. Organ des Münzforscher-Vereins. Herausg. von H. Grote. Fünfzehnter Jahrgang. Nr. 73–75. Vom 1. Januar, 15. Februar und 1. April 1879. Mit 1 lithogr. Tafel. Leipzig. 1879. 4.

Isenburgische Münze? Zu Grote’s „Münz-Studien“ VII, S. 227. Von Wff. — Ein Fund Meißner Bracteaten aus der ersten Hälfte des XIII. Jahrhunderts. Von H. Dannenberg. — Marken und Zeichen der Stadt Leipzig. Fs. — Sachsen-Altenburgische Dreier aus der Münzstätte zu Allstädt von 1622. Von Wff. — Camin oder Sachsen. Von M. Schmidt. — Die Fürstengroschen der Braunschweiger Münzgenossenschaft 1555–1568. Von Wolff. — Grafschaft Hohenzollern. Von C. F. Trachsel. — Halb-Thaler von Corvey 1652. Von Wff. — Unbestimmbare Marken. — Gräflich Sayn’sche und Schwarzburgische Nachmünzen. Von Wff. — Königl. Westfälische Münzen. — Conterfact-Münze des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt. — Der Rössnitzer Münzfund. Von J. Hubert. — Die Münzstätten und Münzmeister der Herzöge Erich I. u. II. von Calenberg. 1536–1584, Von Wff. — Preußische Kriegsmünzen von 1813. Von dems. — Die Münze zu Hannover. — Die Harzer Bergwerksmarken. — Königl. westfälische Münzen. Nachtrag. — Literatur. — Miscellen.


Vermischte Nachrichten.

39) Vor einigen Monaten ist, nach gütiger Mittheilung des Herrn Rittergutsbesitzers Collin zu Collin bei Wisell, Provinz Posen, auf einer sandigen Anhöhe eines Gutes, in der Nähe einer Wiese und eines kleinen Baches und in der Nähe eines heute noch stehenden Eichenwaldes, ein Fund von verschiedenen alten Urnen von beträchtlicher Größe nebst kleineren, so wie Tassen, und einigen kleinen Bronzegegenständen gemacht und die Fundstücke dem germanischen Museum übergeben worden. Die Urnen sind mit menschlichen verbrannten Gebeinen gefüllt, ziemlich wohl erhalten und standen in Gräbern, welche mit Steinplatten zugesetzt waren. Dieselben sind theils aus rothem, theils aus geschwärztem Thon von verschiedener Gestalt, schwach gebrannt, die eine mit Deckel versehen. Durchmesser und Höhe sind bis. zu 32 und 27 cm. Die größte hatte 2 Henkel und trägt eine Zickzackverzierung am Halse.

40) Man schreibt dem „Hann. Cour.“: In der Gegend südlich des Dorfes Wehlen, Amt Winsen a. d. Luhe, sind von dem Oberförsterkandidaten Hrn. Hilsenberg vor einiger Zeit alte Steinwerkstätten und Spuren von Ansiedelungen aus heidnischer Zeit entdeckt worden. Zwei oder drei größere Steine, oft nur ein einziger, sind von kleineren Steinen und Steinbrocken umgeben und dienten als Unterlage bei dem Schlagen von Feuersteingeräthen, deren Splitter noch umherlagen. Eine Ausgrabung zwischen drei solcher Werkstätten in der Mitte des betreffenden Terrains, das circa 200 qkm. umfaßt, zeigt erst reinen, dann allmählich schwarz gefärbten Sand, dann einzelne Kohlenreste und darunter eine Pflasterung schwarzgebrannter Steine. Scherben von Gefäßen fanden sich nicht, wohl aber sehr zahlreiche Reste von Feuersteinfabrikaten, einige mit den offenbaren Spuren des Feuers. Die Stücke charakterisieren sich nach der mehr oder weniger gelungenen Gestaltung als Messer in verschiedenen Stadien der Vollendung, desgleichen Lanzen- und Pfeilspitzen, Schaber und ähnliche Werkzeuge. Im Ganzen fanden sich hier wohl über 2000 Splitter, Steinkerne und Geräthe. Eine andere derartige Fabrikstätte wurde zwischen den Ortschaften Wilsede und Ober-Haverbeck im Amte Soltau aufgefunden. Hr. Hilsenberg hat in dankenswerther Weise eine charakteristische Auswahl der Fundobjekte und eine genaue Beschreibung der betreffenden Plätze dem Hannoverschen Provinzial-Museum übergeben.

(D. Reichsanz., Nr. 103.)

41) In dem Dorfe Glienike bei Fürstenwalde wurde vor vier Wochen ein Bronzefund aus den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung ausgegraben, der dem Märkischen Museum übergeben ist. In einer leider zerfallenen Urne von schwach gebranntem, mit Steingrus gemengtem Thon befanden sich 1 Speerspitze, 8 Sichelmesser, davon 1 verziert, 3 verzierte Armringe und 4 Celte, davon 3 nicht mehr vollständig. Das Dorf liegt nahe an dem schönen Scharmützelsee, dessen nördliche Ufer von den Abhängen der südlich von Fürstenwalde liegenden höchsten Berge jener Gegend, dem Rauenschen Stein (450’, der Müggelberg ist nur 350’ hoch) und den Dubberowbergen (400’) begrenzt werden. Der Fund ist ein weiterer Beweis für das Bestehen altrömischer Handelsbeziehungen mit jener Gegend, neben den bereits früher am Scharmützelsee gefundenen Bronzen, von denen wir außer römischen Münzen auch einen Bronzesporn erwähnen, der sich ebenfalls im Märkischen Museum befindet.