[435] Vgl. m. sphragist. Aphorismen im „Anzeiger“, a. a. 0. Nr. XXIV.
[436] Als „Hülfskleinod“ kann ich die Helmkronen durchaus nicht betrachten; denn sie bilden, nach meiner Ansicht, einen integrierenden Theil des „gekrönten Helmes“ und gehören somit zu diesem und nicht zu dem Kleinod. Höchstens könnten die einfachen Binden oder Wulste (meist in den Wappenfarben) als Hülfskleinode angesprochen werden; alle Körbe, Kissen u. dergl. sind aber ein Theil des Kleinods selbst und müssen bei dessen Blasonierung auch zuerst genannt werden; jedoch würde ich rathen die neuere Bezeichnung „Hülfskleinod“ lieber ganz fallen zu lassen, da sie zu unbestimmt und ganz überflüssig ist.
[437] Vgl. m. sphragist. Aphorismen im „Anzeiger“ von 1869, Nr. 11, unter Nr. XXIV.
[438] Diese Kronen, wie sie bereits im 13. Jahrh. auf den Siegeln dieser Herzoge vorkommen, könnten allerdings, da sie dieselben wol als Zeichen ihrer königlichen Abstammung führten, auch als Rangkronen angesprochen werden; da es aber Königskronen sind und keine Herzogshüte, so kann man sie auch zu den heraldischen Helmkronen rechnen.
[439] Vgl. dessen „Elsässische Studien“, III in Nr. 6 u. 7 des deutschen Herolds v. J. 1879, wo von 1363–1393 noch weitere 8 Siegel mit Helmkronen angegeben sind, nebst einem interessanten Siegel der Madlen Ryffin v. J. 1490 mit einem „schräggestellten Schild mit ihrem Geschlechtswappen, über dem eine dreiblättrige Krone schwebt,“ also nach Art der heutigen Rangkronen auf Siegeln.
[440] Vgl. m. sphragist. Aphorismen im „Anzeiger“ a. a. O., Nr. XXIV.
[441] Die bereits unter III. angeführten Helmkronen gehören eben so wenig hieher, wie die „decorativen“ Kronen (vgl. Fig. 1, 2, 3 u. 5 in Nr. 6 des „Anzeigers“) und die „symbolischen“ Kronen, z. B. auf einigen Bildern des Heilands und der Muttergottes (als „Himmelskönigin“).
[442] Vgl. das treffliche Werk Carl Heffners: „Die deutschen Kaiser- und Königs-Siegel nebst denen der Kaiserinnen, Königinnen und Reichsverweser“ (Würzburg, 1875), Taf. XIX, Nr. 120. Nach den Siegeln der Könige von Portugal aus jener Zeit scheint die Kaiserin hierin der Sitte ihres angestammten Hauses gefolgt zu sein. Auch die Könige von England und Frankreich führten damals schon Rangkronen auf ihren Wappensiegeln.
[443] Vgl. C. Heffner, a. a. O., Taf. XVIII, Nr. 121.
[444] Ueber diese. sind zu vergl.: „Dr. J. W. Triers Einleitung zu der Wappenkunst“ (1714), O. T. von Hefner: „Grundsätze der Wappenkunst“ (1855) und „Handbuch d. theoret. u. pract. Heraldik“, 1861. (In den beiden letzteren Werken wäre allerdings eine weniger drastische Sprache sehr zu wünschen).