Plan von Soerabaja.

Dampfer der Koninklijke Paketvaart Mij. wöchentl. in 3-4 Tagen nach und von Batavia über Samarang. —Dampferagenten: Koninkl. Paketvaart Mij., Geschäftshaus: Willems Kade.—Norddeutscher Lloyd, Behn, Meyer & Co., Societeitstraat (Tel-Adr.: Nordlloyd, Soerabaja).— Rotterdamsche Lloyd, Internationale Crediet-en Handelsvereeniging »Rotterdam«. —Stoomvaart Mij. Nederland.Messageries Maritimes, Anemaet & Co.
Banken: Javasche Bank; Nederlandsche Handels-Maatschappij, Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft und der Deutschen Bank; Hongkong & Shanghai Banking Corporation; Chartered Bank of India, China & Australia; Ned. Ind. Escompto Mij., Korrespondent der Deutsch-Asiatischen Bank (Behn, Meyer & Co.).
Theater: Javanische und chinesische im Hafenviertel, sind nicht empfehlenswert. —Zeitung: »Soerabaja Handelsblad«.
Konsulate. Deutsches Reich: Konsul G. Rademacher.—Österreich-Ungarn: Vizekonsul Bernhard Wolf. —Vereine: Simpangsche Societeit (Club) und Concordia, beide international; Deutscher Verein (eignes Haus in Genteng, deutschen Reisenden sehr zu empfehlen).—Ärzte: Dr. Grün, Genteng; Dr. van Steden, ebenda; Dr. van Hasselt, Simpang Doekoe.—Zahnarzt: Dr. Schöppe, Kaliassin.—Apotheke: De Vriendschap, Dir. P. C. Gilde in Aloen-Aloen.—Simpangsche Apotheke, Simpang.—Krankenhäuser: Militärkrankenhaus, auch für Zivilisten; Zivilkrankenhaus Ngemplak.

Soerabaja ist die erste Handelsstadt Niederländisch-Indiens und liegt auf 7° 14' südl. Br. Am schönsten ist das Stadtviertel Simpang mit dem *Simpang-und Scheepsmakerspark und schönen Villen, darunter das Haus des Residenten. In der Nähe des schönen Restaurant Grimm ist ein Denkmal zu Ehren des tapfern freiwilligen Krankenträgers v. Bültzingslöwen. In der eigentlichen Stadt stehen die Häuser nahe beieinander, auch sind die Wohnungen, Geschäftsräume, Läden der Europäer kaum von denen der Eingebornen getrennt, infolgedessen die Straßen schmutzig und häßlich sind. Reger Handelsverkehr herrscht auf dem Flusse Kalimas, an dem die Warenspeicher und großen Exportgeschäfte liegen. Am Nordende der Stadt liegt das alte Fort Prins Hendrik, nördl. davon am Hafen eine große Marinewerft mit Trockendocks und vielen Werkstätten sowie dem Kasino Modderlust. Der Handelshafen wird neu ausgebaut. Für Vergnügungsreisende bietet Soerabaja nichts. Der Handel der Stadt ist sehr bedeutend, Ausfuhr umfaßt Zucker, Tabak, Kaffee, Kopra; Einfuhr europäischer Waren ist groß.—Nahe südl. von Soerabaja liegen am Strande von Kalangandjar zwei Schlammvulkan-Hügel. (Von Soerabaja beste Dampfergelegenheiten zu Ausflügen nach Borneo, Celebes und den Molukken.)

Von Soerabaja auf den Bromo.

Eisenbahn bis Pasoeroean; dann mit Sádos (Zweispänner) für 21/2 Fl. in 11/2 St. nach Pasrepan und weiter mit Bergwagen für 3 Fl. (2 Personen) nach Poespo. Von hier zu Fuß oder zu Pferd (auch Tragsessel für Damen) in 3 St. nach Tosari, wo man übernachtet, um am andern Morgen vor Sonnenaufgang die Besteigung (am besten zu Pferd) des Bromo unternimmt.
Man kann auch an bestimmten Tagen mit Automobil von Soerabaja nach Tosari fahren (Mi. und Sa. Nm. für 75 Fl., zurück Do. und Mo. früh für 60 Fl.)

In Pasoeroean oder Soerabaja bestelle man telegraphisch Zimmer für die Nacht in Tosari, weil oben oft alles besetzt ist; der Agent in Pasoeroean besorgt auch Karten für 6 Fl. zur Fahrt nach Tosari.

Von Soerabaja mit der Bahn (Automobilverbindung s. oben) über Sidhoardjo und Bangil in etwa 3 St. nach (65 km) Pasoeroean, »Betelgarten« (Marine-Hotel; Hotel Morbeck), einer hübschen Hafenstadt mit 35000 Einw. (500 Europäer), Hauptstadt der gleichnamigen Residentschaft, die bei Malang den besten Kaffee und Tabak Javas sowie Zucker und Indigo liefert. Bank: Nederlandsche Handels-Maatschappij (Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft).